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Einfach mal locker machen: Folkpop von Yusuf Sahilli

25.06.2020 - «Lass uns das einfach mal machen» - so das Motto von Yusuf Sahilli für das zweite Album. Der smarte Folkpop auf «Let’s Do That» spiegelt ebenfalls die Lockerheit seines Trios.

  • Mit Spaß dabei: Yusuf Sahilli mit seinen Mitstreitern Damian Giambazi und Martin Krümmling. Foto: Timotheus Theisen/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Mit Spaß dabei: Yusuf Sahilli mit seinen Mitstreitern Damian Giambazi und Martin Krümmling. Foto: Timotheus Theisen/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Schon der Albumtitel klingt zupackend: «Let’s Do That» (Mussz/Kontor New Media/Edel) - so hat Yusuf Sahilli seine zweite Trio-Platte mit den Freunden Damian Giambazi (Bass) und Martin Krümmling (Schlagzeug) benannt.

Der Folkrock-Opener «In The City» stürmt sogleich frohgemut nach vor, ehe «Ammonia» die locker-poppige Seite dieses Singer-Songwriters aus Deutschland offenbart und «Diamond 33» als Harmony-Ballade erfreut.

Ja, der Nachfolger des Debüts «Atoms & The Void» von 2018 sei «positiver als das letzte, etwas düstere und nachdenkliche Album», bestätigt Sahilli, nach eigener Einordnung «halb Türke, halb Araber, Berliner». Die drei Musiker probierten gemeinsam aus, was sie wollten, Entscheidungen fielen im Kollektiv.

«Die Idee war ein spielerisches, nicht verkopftes Album ohne Regeln, bei dem wir alle drei Spaß hatten und gleichberechtigt waren.» Das ist zweifellos gelungen, auch wenn zwei, drei Lieder etwas arg leichtgewichtig geraten sind, zum Beispiel das Titelstück.

Material für «Let’s Do That» sammelte das Trio auf Tournee, jeder für sich zuhause, aber auch auf dem Berliner Spree-Studioschiff «MS Heiterkeit» (passender Name) im Treptower Hafen. «Wenn nebenan ein großes Touristenschiff anlegt oder starker Wind herrscht, dann schwankt es ganz schön», erzählt Sahilli. «Man sieht Schwäne oder Enten vorbeischwimmen, und wir haben dort viel Licht und Sonne.»

In den Texten geht es um die Beziehung zweier Menschen, aber auch von Menschen zur Großstadt. Im Lied «In the City» heißt es etwa: «I grew up in the country/where the sky was wide (...)/now I’m running through the city/horizon’s so far away.» Pure Leichtigkeit umgibt den Songwriter und seine Kumpels also nicht. Auch die ambitionierten Schlussstücke «Art Of War» und das instrumentale «Compilation Of Doom» offenbaren eine melancholischere Seite.

Sahilli, ein feiner Sänger, Multiinstrumentalist und profunder Kenner der Rock-Historie seit den Sixties, arbeitete für die Plattenfirma Piranha und bringt jetzt seine Musik auf dem eigenen Label Musszo heraus. Darüber hinaus gibt er als wahrer Menschenfreund und Mentor seine Erfahrungen an geflüchtete Musiker weiter.

© dpa-infocom, dpa:200624-99-545537/3

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