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Lange Hitzewelle - was macht das Wetter mit unserem Körper?

29.08.2018 - Ganz Deutschland war wochenlang mittendrin in der Hitzewelle, die bedeuten könnte, dass der einstige »Jahrhundertsommer« aus 2003 wieder passé ist. Was eine derartige Hitze mit der Natur macht, ist in den letzten Wochen allerorts ersichtlich und geworden und zeigt sich seither schon beim Rasen im Garten. Doch was geschieht mit dem Körper? Welche Auswirkungen haben heiße - und dauerhaft heiße - Temperaturen auf den Körper? Dieser Artikel schaut sich das einmal an.

  • Bei der starken Hitze ist eine Erfrischung immer willkommen - dabei sollte man auch auf den Nährstoffbedarf achten. © pixabay.com / silviarita (CC0-Lizenz)

    Bei der starken Hitze ist eine Erfrischung immer willkommen - dabei sollte man auch auf den Nährstoffbedarf achten. © pixabay.com / silviarita (CC0-Lizenz)

  • Wenn das Thermometer ungeahnte Höhen erreicht, ist unser Körper oft nicht mehr so widerstandfähig © pixabay.com / geralt (CC0-Lizenz)

    Wenn das Thermometer ungeahnte Höhen erreicht, ist unser Körper oft nicht mehr so widerstandfähig © pixabay.com / geralt (CC0-Lizenz)

Wie wirkt sich die Hitze auf unseren Körper aus?

Die Hitze wirkt sich nicht auf jeden gleichermaßen aus. Die einen erwachen bei 25 Grad erst langsam aus dem Winterschlaf und blühen bei Temperaturen ab 30 Grad so richtig auf, die anderen können überhaupt nicht mit der Wärme umgehen. Und so zeigen sich auch unterschiedliche Empfindungsbilder:

- Schwitzen - das ist der natürliche Kühlorganismus des Körpers. Der auf der Haut verdunstende Schweiß kühlt die Haut ab, wodurch verhindert wird, dass die Körpertemperatur zu stark ansteigt. Das Schwitzen selbst ist auch kein Problem, der davon herrührende Flüssigkeitsverlust schon. Deshalb gilt, dass im Sommer wesentlich mehr getrunken werden soll - möglichst lauwarme oder warme Getränke. Diese müssen nicht erst vom Körper aufgewärmt werden.

- Kreislauf - in diesem Fall ist nicht nur die Wärme ein Problem, sondern die Schwüle. Hitze kann sich massiv auf den Kreislauf auswirken, sodass es zu Schwindel, Übelkeit, übermäßigem Schwitzen, aber auch zu Magen- und Darmproblemen kommt. Auch Kopfschmerzen können mit in dieses Beschwerdebild geschoben werden.

- Konzentration - selbst Hitzeliebhaber kennen es, dass die Konzentration bei hohen Temperaturen sinkt. Jegliche Arbeiten werden anstrengender und schwieriger.

- Müdigkeit - dieses Problem läutet sämtliche weiteren Anzeichen ein. Sinken die Temperaturen auch nachts nicht mehr unter 25 Grad oder heizt sich die Wohnung massiv auf, fällt uns das Schlafen schwer. Der Körper kann sich so nicht mehr anständig erholen und muss morgens schon mit einem halb vollen Akku arbeiten.

- Fehlender Hunger - viele Menschen reagieren auf Wärme mit einem geminderten Appetit oder einem völlig fehlenden Hungergefühl. Während es für einen relativ gesunden und normalgewichtigen Menschen kein Problem ist, mal einige Tage zu fasten, so bedeutet das doch, dass dem Körper Nährstoffe fehlen und er keine neue Energie erhält. Auch hieraus ergeben sich die oben genannten Probleme.

Natürlich gibt es noch ganz andere Beschwerdebilder und echte Notfälle. Gerade bei geschwächten oder alten Menschen kann der Flüssigkeitsverlust zu großen Problemen führen, da sie mit dem Trinken praktisch nicht mehr nachkommen. Die Sonneneinstrahlung führt allgemein gerne zu Hitzschlägen und Sonnenbrand. Besonders gefährlich ist hier übrigens ein beständig kühler Wind. Während er als angenehm empfunden wird, lässt er aber auch vergessen, dass die Sonne unbarmherzig auf den Körper einstrahlt.

Wie sieht es mit unserem Nährstoffhaushalt aus?

Während der Hitze verliert der Körper wesentlich mehr Mikronährstoffe als zu anderen Zeiten. Mikronährstoffe sind dabei wertvolle Inhaltsstoffe, die neben Eiweißen, Fett und Kohlenhydraten in Nahrung enthalten sind. Die Ursache ist im Schweiß begründet, denn mit ihm kühlt sich der Körper nicht nur ab, er schwemmt auch wichtige Nährstoffe aus. Besonders ist Natrium betroffen. Das Salz muss möglichst schnell wieder ersetzt werden, weshalb Experten dazu raten, vermehrt Getränke mit einem Natriumgehalt von über 20 mg zu sich zu nehmen. Problematisch ist das natürlich bei Erkrankungen, die einer salzhaltigen Ernährung entgegenstehen. Hier sollten Betroffene unbedingt mit ihrem behandelnden Arzt sprechen und nachfragen, wie sie weiter vorgehen sollen. Viele weitere Nährstoffe und Vitamine, die dem Körper durch die heißen Tage helfen, lassen sich aber lecker zu sich nehmen:

- Wassermelonen - sie sind nicht nur lecker, sondern schenken dem Körper Flüssigkeit. Besonders Vitamin A ist in der Wassermelone enthalten, ein Vitamin, welches die Haut vor Trockenheit schützt.

- Tomaten - Flüssigkeit und Kalium sind in ihnen enthalten. Übrigens bieten Tomaten noch ein Plus: Werden knapp 100 Gramm mit Pflanzenöl gegessen, wirken sie wie ein Lichtschutzfaktor von 3. Blattsalate - in ihnen ist Folsäure enthalten, die in der Hitze sonst Mangelware ist.

- Dunkle Schokolade - sinkt der Blutdruck bei Hitze in den Keller? Dann darf gesündigt werden. 25 Gramm dürfen durchaus täglich genascht werden.

- Nektarinen - sie enthalten unglaublich viel Vitamin C und Salizylsäure und helfen mitunter gegen Entzündungen wie Sonnenbrand.

- Naturjoghurt - er ist kühl, lecker und perfekt für die leichte Zwischenmahlzeit. Zudem stabilisiert Naturjoghurt durch seine antibakterielle Eigenschaft die Darmflora.

- Fisch - enthält Omega-3-Fettsäuren, die Kopfschmerzen oder Verstimmungen vorbeugen können. Der gute-Laune-Macher aus dem Meer darf natürlich auch gegrillt werden.

- Haferflocken - wer bei Hitze gerne unter Kopfschmerzen oder Konzentrationsproblemen leidet, der sollte das Frühstück mit Haferflocken starten. Die Kohlenhydrate wirken konstant auf den Blutzucker, sodass der Körper trotz Hitze viel Konzentration für Aufgaben bieten kann.

Was ist bei extremer Hitze zu beachten?

Generell sollte jegliche Anstrengung dem Empfinden angepasst werden. Was nun nicht heißt, dass Sport oder Bewegung vergessen werden sollte, die Betätigungen sollten schlichtweg auf den frühen Morgen oder späten Abend gelegt werden. In der Mittagshitze gilt, es langsamer angehen zu lassen und, sofern möglich, ruhig Siesta zu halten. Und natürlich darf das Trinken nicht vergessen werden. Zwei Liter sollten es minimal sein, bei deutlicher Schweißbildung mehr. Wer gerne mit einem Ventilator die Wohnung kühlt, muss aufpassen, nicht im Zug zu sitzen. Denn trotz heißer Temperaturen stellen sich hier gerne Erkältungen ein - ebenso bei der Nutzung von Klimaanlagen. Ein feuchtes Tuch auf dem Rücken oder Fußbäder sind wesentlich gesünder.

Fazit - einen Gang runterschalten

Im Preußentum wird es zwar nicht gerne gesehen, doch darf bei Temperaturen jenseits der 30 Grad durchaus mal alles ein wenig langsamer angegangen werden - sofern es möglich ist. Ansonsten sind natriumhaltige Getränke und leichte, frische Lebensmittel das Mittel der Wahl, um den Körper zu unterstützen.

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