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Drei coole Herbst-Zeitvertreibe für die Mittagspause

02.10.2018 - Wenn das Wetter nicht mitspielt, findet die Mittagspause drinnen statt. Doch muss es dabei immer nur um Klatsch und Tratsch gehen? Wir finden, nein!

  •  © Pixabay.com / congerdesign

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Von wegen goldener Oktober. Wie unser Blick aufs Wetter zeigt, wird es wohl in den meisten Regionen Deutschlands in den nächsten Tagen und Wochen eher durchwachsen bis ungemütlich: Regen, örtlich Nebel und gar nicht so angenehme Temperaturen. Kein Wetterchen, bei dem man sich gutgelaunt in der Mittagspause die Jacke anzieht und sich raus zu einem Spaziergang begibt. Macht aber nichts, im Pausenraum kann es schließlich auch schön sein. Passend dazu präsentieren wir jetzt drei coole Dinge, mit denen man sich dann gleichzeitig die Zeit vertreiben und das kollegiale Verhältnis pflegen kann.

1. Sport-Spezial

Als im Sommer die WM anstand, gehörte es in vielen Betrieben zum Standard: Ein Tippspiel, bei dem jeder ein Startgeld zahlte und dann auf die Begegnungen setzte. Wer am Ende am häufigsten richtiggelegen hatte, strich den Topf ein. Das ist auch Ausgangspunkt für unseren ersten Zeitvertreib in diesem Kapitel, ein klassisches Tippspiel auf die Bundesliga. Wer Laie ist, kann sich an Evgeny Krinitsyn orientieren – er ist professioneller Analyst des Portals Sportwettentest.net und hat als solcher einen tiefen Einblick ins Tippen: „Der FC Bayern ist für die überwiegende Zahl sowohl der deutschen wie britischen Fußballfans der Verein, auf den man tippt. Die Deutschen setzen dabei durchschnittlich 20 Euro. Im wettverrückten Großbritannien werden ganze 72% aller Wetten auf den Ausgang der deutschen Meisterschaft auf die Bayern gesetzt. Zum Vergleich: nur 9% der Briten trauen dem BVB das zu. In Deutschland wetten sogar 83% aller Spieler auf den Rekordmeister und nur vier auf Dortmund. Und: Bereits jetzt wurden in den beiden Ländern über zwei Millionen Euro auf eine erneute Bayern-Meisterschaft gesetzt“.

Das bedeutet für den Kollegenkreis also: Entweder einer erstellt auf der Flipchart eine Tabelle, in der jeder für den nächsten Spieltag seine Tipps abgibt, oder man geht über private Tippportale à la Kicktipp, die das gleiche bloß online anbieten.

Zu trocken? Dann könnte man das Ganze auch gehörig würzen – indem man eine Fantasy-Fußball-Liga gründet. Dafür stellt die Bundesliga höchstselbst ein Tool nebst App bereit. Und worum geht es dabei? Jeder Kollege darf sich ein Fantasie-Team zusammenstellen, das aus realen Spielern der Bundesliga besteht. Damit es keine Dopplungen gibt, werden diese entweder verlost oder reihum gezogen. Dann wird nach jedem Spieltag die Fachpresse konsultiert, um herauszufinden, wie gut die einzelnen Spieler sich schlugen, etwa anhand von Torschüssen, gewonnenen Zweikämpfen usw. Für all das gibt es Punkte. Sieger ist, wessen Team zu Saisonende die meisten Punkte hat.

2. Lügen für Fortgeschrittene

Keiner mag Lügner und auch nur die wenigsten können sich für übertriebenes Aufschneiden erwärmen. Wenn jedoch alle genau das machen, wird eine großartige Beschäftigung für die Mittagspause daraus. Das begrifflich ans Anglerlatein angelegte „Wochenendlatein“.

Umgesetzt wird das Ganze folgendermaßen: Aus allen Kollegen werden die Geschichtenerzähler ausgewählt. Dabei sollte man darauf achten, dass es aus Zeitgründen pro Mittagspause nicht mehr als vier, fünf Erzähler sind, pro Woche also 20 bis 25 Erzähler. Die, die am jeweiligen Tag nicht erzählen sowie diejenigen, die gar nicht auf der Liste stehen, sind die Jury.

Dann geht’s los. Jeder Erzähler muss von seinem vergangenen Wochenende berichten. Ziel ist es, dabei so dick wie möglich aufzutragen, ohne dass die Jury es als Lüge ansieht. Nach jeder Story wird per Händeheben abgestimmt, ob die Geschichte der Wahrheit entspricht oder der Kollege versucht hat, seinem Team einen Bären aufzubinden.

Für jede als wahr anerkannte Geschichte gibt es einen Punkt. Wurde sie hingegen ins Reich der Märchen verortet, gibt’s einen Punkt Abzug. Sieger ist, wer nach einem vorher bestimmten Zeitraum die meisten Punkte hat.

3. Mord im Kollegenkreis

Dieses Spiel funktioniert am besten in kleinen und mittleren Unternehmen oder Abteilungen, hat aber dafür einen geradezu mörderischen Spaßfaktor. Das Ganze ist eine Abwandlung des sogenannten Krimi-Dinners. Dabei geht es darum, dass ein Team – hier der Kollegenkreis – einen (natürlich fiktiven) Mord in ihren Reihen aufklären muss.

Dazu wird einer der Kollegen zum Spielleiter erklärt. Nur er ist der Eingeweihte, der über alle Details und den Mörder bescheid weiß. Das muss er auch. Denn alle anderen mitspielenden Kollegen sind gleichzeitig die Verdächtigen und die Ermittler. Und: jeweils einer muss den Mörder und die Leiche spielen.

Der Start kann ganz banal sein. Die Mittagspause beginnt, die Kollegen kommen nach und nach in den Pausenraum – wo die „Leiche“ am Boden liegt. Ein Farbmarker-Kreuz am Hals zeigt an, wo der Killer zustach. Und dann wird befragt, analysiert und „mächtig verdächtigt“. Ziel ist es, dass der wahre Mörder von den Kollegen gefunden wird. Das muss nicht innerhalb einer Pause ablaufen. Im Gegenteil, wenn die Story gut durchgeplant ist, kann sich der Kriminalfall auch über Wochen oder gar noch länger hinziehen.

Story ist auch das Stichwort. Natürlich macht es am meisten Spaß, wenn der Spielleiter sich hier von seiner eigenen Fantasie leiten lässt. Das braucht jedoch einen gewieften Geschichtenerzähler, der schon so manchen Krimiroman durchgearbeitet hat. Alternativ kann man deshalb mittlerweile im Handel auch auf eine ganze Reihe von Krimispielen zurückgreifen, welche sowohl die Hintergrundgeschichte mitliefern wie jedem Ermittler/Verdächtigen eine ganze Reihe von Eigenschaften zuweisen, welche das Spiel atmosphärisch unterfüttern.

Einen Mittelweg stellen die oftmals kostenlos von anderen Krimidinner-Fans erstellten und zum Download bereitgestellten Geschichten dar. Sie können vor allem dann eine gute Ausgangsbasis sein, wenn es einen kreativen Kollegen gibt, der sich bereiterklärt, die Story um Spezifisches aus der Riege der Kollegen und der Firma zu ergänzen – um damit einen maximalen Realismus zu erzielen, als hätte wirklich jemand den armen Kollegen gemeuchelt.

Doch Achtung, enormes Suchtpotenzial. Solche Krimispiele haben das Zeug dazu, die Teilnehmer weit über das Ende der Mittagspause hinaus zu beschäftigen. Dafür aber sind sie nicht nur ein toller Zeitvertreib, sondern auch noch genial dazu geeignet, das Team besser zusammenzuschweißen.

 

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