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Machen oder lassen? Sexpraktiken auf dem Prüfstand

10.07.2013 - In Sachen Sex hat alles ein Für und ein Wider. Wir haben die heikelsten Fragen für Sie unter die Lupe genommen - und liefern Argumente in beide Richtungen...

  • Oralsex und Dirtytalk sind für den einen total antörnend für den anderen ein echtes No Go! © dpa picture

    Oralsex und Dirtytalk sind für den einen total antörnend für den anderen ein echtes No Go! © dpa picture alliance

Sex beim ersten Date

Pro: Das erste Date - und die Luft knistert. Die gegenseitige Anziehung ist unübersehbar. Aber sollten Sie jetzt wirklich schon so weit gehen? Sex, gleich beim ersten Date? Ja, warum eigentlich nicht: Schließlich ist das Bett der beste Ort, um herauszufinden, wie ein Mann wirklich tickt. Geht er auf Ihre Wünsche ein, ist er sensibel? Oder geht es ihm vor allem um den eigenen Spaß? Gut, wenn Sie das so schnell wie möglich wissen - und nicht erst in der Hochzeitsnacht...

Contra: Schon beim ersten Treffen gleich zusammen in die Kiste? Lieber nicht! Erstens ist Vorfreude bekanntlich die schönste Freude - und die sollte man doch eine Weile auskosten. Wahre Genießer lassen sich (und dem anderen) Zeit. Und zweitens sollten Sie es sich gut überlegen, ob Sie schon beim ersten Date die ganze Spannung aus der Sache nehmen wollen. Jemand, der es wirklich ernst mit Ihnen meint, kann auch eine Weile warten.

Oralsex: Schlucken oder Spucken?

Pro: Zugegeben, der Geschmack von Sperma zählt nicht unbedingt zu den kulinarischen Highlights. Aber ist Ausspucken wirklich eine Alternative? Nein! Wohin auch, vielleicht in das bereitgestellte Schälchen neben dem Bett? Oder verschämt in die Laken? Auch hektisches Hantieren mit Tüchern oder mit vollen Backen ins Bad zu rennen trägt eher nicht zur Stimmung bei. Und mal ehrlich, Sie erwarten doch auch von Ihrem Liebsten, dass er sich beim Cunnilingus nicht durch Ihre Körpersäfte stören lässt, oder?

Contra: Grundsätzlich gilt: Im Bett sollte man nur das machen, was man wirklich will. Oder glauben Sie wirklich, ein normal veranlagter Mann findet es scharf, wenn seine Partnerin etwas tut, was ihr vollkommen zuwider ist?

Analsex

Pro: Fakt ist: Viele Männer stehen drauf, denn der anale Schließmuskel ist enger als die Vagina. Der Penis wird daher stärker komprimiert und das Lustgefühl so intensiviert. Aber auch Frauen können durchaus Gefallen am "Sex durch den Hintereingang" finden - wenn sie es denn probieren!Denn tatsächlich kann Analsex ziemlich aufregend, bei guter Vorbereitung absolut schmerzfrei und besonders innig sein. Und ist es nicht gerade der Reiz des Verbotenen, der oft erst den richtigen Kick ausmacht?

Contra: Ein Klassiker beim Liebesspiel: ER verwechselt beim Akt in voller Fahrt den "Eingang" und sprengt seiner Liebsten fast das Rektum. Autsch, gar nicht schön. Kein Wunder, wenn allein die Vorstellung, jemand könnte ihr südlich des dafür vorgesehenen Ortes zu nahe kommen, bei vielen Frauen die Alarmglocken schrillen lässt. Sie finden, Dehnübungen gehören ins Fitness-Studio? Dann bleiben sie ruhig bei Ihrer Meinung. Man muss schließlich nicht alles ausprobieren.

Dirty Talk

Pro: "Ooooh!" und "Aaaaah!" sind wahrscheinlich immer noch die am meisten benutzen Laute, wenn es in deutschen Betten zur Sache geht. Dabei sehnen sich sowohl Frauen als auch Männer danach, manchmal mehrsilbige Worte oder sogar ganze Sätze zu sprechen - und zwar schmutzige! Gut so, schließlich ist guter Sex eben oft genau das: Dirty! Und der verlangt nach Klartext. Denn wo keine Enthemmung ist, da ist auch keine Befriedigung. Und wer nicht sagen kann, dass man es ihm geben soll, der kriegt es auch nie. Es muss ja nicht immer gleich die Kategorie "billiger Sexstreifen" sein...

Contra: Geflüsterte Schweinereien bringen Sie höchstens zum Lachen aber gewiss nicht zur sexuellen Raserei? Verständlich. Denn Dirty Talk ist etwas für Spießer, die sich nur an Karneval trauen, mal so richtig auf die Kacke zu hauen. Leute, die ohne Probleme am Frühstückstisch "Hasi, reichst du mir bitte die Butter rüber?" sagen und im Bett "Fick mich, du Sau!" brüllen. Sie aber brauchen für die Liebe keinen billigen Soundtrack.

Telefonsex

Pro: Menschen in einer Fernbeziehung kennen das: Die Sehnsucht ist riesig, das Verlangen auch - aber der Partner ist meilenweit weg. Was hilft? Klar, Telefonsex. Denn wer den Körper des anderen nicht fühlt, muss das Kopfkino anwerfen. Mit Phantasie, offen und tabulos kann aus der Not sogar ein großes Vergnügen werden. Und das schönste Training für das nächste Treffen...

Contra: Gibt es etwas Peinlicheres als zwei Menschen, die halbnackt am Telefon hängen, gegenseitig Worte aus der Kategorie "0190" in den Hörer sprechen und sich dabei selbst befummeln? Wohl kaum. Deshalb gilt auch für Notzeiten, in denen der andere mal nicht greifbar ist: standhaft bleiben und sich mit Vorfreude trösten.

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