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Medizinische Behandlungen im Ausland: Das zahlt die Versicherung

24.10.2017

  • In einer globalisierten Welt lassen sich immer mehr Menschen im Ausland operieren.  © fotolia.com / satyrenko #

    In einer globalisierten Welt lassen sich immer mehr Menschen im Ausland operieren. © fotolia.com / satyrenko # 93742402

  • Zahnbehandlungen gehören zu den beliebten Therapien im Ausland.  © fotolia.com / auremar #

    Zahnbehandlungen gehören zu den beliebten Therapien im Ausland. © fotolia.com / auremar # 175874616

  • Vor der Behandlung sollten Sie mit dem Arzt den Ablauf besprechen.  © fotolia.com / bnenin #

    Vor der Behandlung sollten Sie mit dem Arzt den Ablauf besprechen. © fotolia.com / bnenin # 159214512

  • Die Arztrechnung muss eine detaillierte Auflistung der Leistungen enthalten. © fotolia.com / Picture-Factory #

    Die Arztrechnung muss eine detaillierte Auflistung der Leistungen enthalten. © fotolia.com / Picture-Factory # 54172150

  • Wer im Urlaub krank wird, ist durch die Krankenkasse abgesichert.   © fotolia.com / leungchopan #

    Wer im Urlaub krank wird, ist durch die Krankenkasse abgesichert. © fotolia.com / leungchopan # 109413481

Viele Menschen entschließen sich dazu, bestimmte ärztliche Behandlungen und operative Eingriffe nicht in der Heimat, sondern im Ausland durchführen zu lassen. Zudem kann es immer mal vorkommen, dass Sie im Urlaub krank werden und dann auf die Arztleistungen im Urlaubsland angewiesen sind. Lesen Sie hier, was bei einer ärztlichen Behandlung im Ausland zu beachten ist und welche Kosten die Krankenversicherung übernimmt.

Gründe für eine Behandlung im Ausland

Die Gründe, sich im Ausland statt in Deutschland behandeln zu lassen und sich gegebenenfalls dort auch Operationen zu unterziehen, sind sehr vielfältig.

Ein Teil der Patienten, die sich im Ausland behandeln lassen, tun das, weil sie sich dort bestimmten Operationen oder Therapien unterziehen können, die in Deutschland wegen gesetzlicher Beschränkungen oder aus ethischen Gründen nicht möglich sind.

Manche Patienten ziehen eine medizinische Behandlung im Ausland deswegen vor, weil sie an der Grenze zu einem Nachbarland Deutschlands leben und somit einen schnellen Zugang zu ausländischen Therapiemaßnahmen haben. Wieder andere sind vor einiger Zeit ausgewandert und lassen sich nun in der alten Heimat behandeln.

Es gibt zudem Gründe, warum eine Behandlung zwingend im Ausland statt in Deutschland durchgeführt werden muss. Das kann eine plötzliche Erkrankung sein, die im Urlaub ausbricht, ein Unfall, der im Ausland passiert, oder andere Arten medizinischer Notfälle.

Sich im Ausland statt in der Heimat operieren oder behandeln zu lassen, hat auch gewisse Vorteile, allen voran steht der finanzielle Aspekt. Denn ärztliche Behandlungen kosten in anderen Ländern oftmals deutlich weniger als hierzulande. Mittlerweile ist daraus ein regelrechter „Behandlungstourismus“ entstanden, mit dem man eine Behandlung praktischerweise mit der Urlaubsreise verbinden kann und der auch immer mehr Deutsche für bestimmte Eingriffe ins Ausland zieht.

Für viele ist eine Behandlung im Ausland eine willkommene Alternative zur Behandlung im eigenen Land. Was anfangs noch als Billigmedizin kritisiert wurde oder als Versorgungsmöglichkeit für Reiche galt, hat sich mittlerweile zu einem neuen medizinischen Markt entwickelt.

Das eröffnet Patienten weltweit ganz neue Optionen für ihre Behandlung. Je nachdem, was therapiert werden muss, ist im Heimatland mit langen Wartezeiten zu rechnen, die in anderen Ländern viel geringer sind oder ganz wegfallen. Doch nicht wenige nutzen die günstigen Angebote der medizinischen Auslandsbehandlung auch aus rein ästhetischen Gründen, um die eigene Schönheit aufzubessern und so das Wohlbefinden zu steigern.

Manche Krankheiten machen jedoch auch zwingend eine Behandlung im Ausland notwendig oder im Ausland sind im Vergleich zu einer Behandlung in Deutschland größere Erfolgschancen zu erwarten. Einige Patienten sind auch weltweit auf der Suche nach der besten Behandlungsmöglichkeit für ihre Beschwerden und Krankheiten.

Häufige Behandlungen im Ausland

Aus diesen Gründen ziehen es viele Patienten vor, sich in einem anderen Land als der Heimat behandeln zu lassen. Die Behandlungen an sich reichen von Therapien über Kuren bis hin zu operativen Eingriffen.

Zahnärztliche Behandlungen

Viele Patienten wählen ausländische Arztpraxen aus, um dort ihre Zähne in Ordnung bringen zu lassen, Die Kosten für die medizinischen Behandlungen fallen dort oftmals geringer aus als in Deutschland, wo sie schnell zu einer finanziellen Hürde werden können. Das äußert sich in verschiedenen Behandlungsformen, die in anderen Ländern ausgeführt werden.

Die einen nutzen die günstigeren Konditionen, um ihre Zähne richten oder sich Implantate oder sonstigen Zahnersatz setzen zu lassen. Die anderen lassen sich kleine Schönheitsmakel ausbessern und lassen ihre Zähne für ein strahlend weißes Lächeln professionell bleichen.

Für alle zahnärztlichen Behandlungen zahlen die deutschen Krankenkassen einen bestimmten Betrag. Dieser Zuschuss wird pauschal ausgezahlt, unabhängig davon, welche Beschwerden vorliegen und welche Behandlung vorgenommen wird und ob sie im In- oder Ausland erfolgt.

Um sich gegen mögliche Fehlbehandlung durch unzulängliche Kommunikation abzusichern, sollte man sich vorab über die jeweiligen Gegebenheiten im Zielland informieren. Je nachdem, in welchem Land Sie sich behandeln lassen wollen, können sprachliche Barrieren auftreten. Damit Sie mit Ihrem Arzt vor Ort zumindest das Wichtigste besprechen können, empfiehlt es sich etwa, einen auf das Thema Zähne und Medizin spezialisierten Sprachführer für die Reise miteinzupacken. Denn auch wenn Sie keine Therapie geplant haben, aber im Urlaub plötzlich Zahnschmerzen bekommen, ist diese Übersetzungshilfe sehr nützlich und kann Sie vor gravierenden Missverständnissen bewahren.

Schönheits-Operationen

Das Ausland ist auch für Schönheits-Operationen beliebt, die der ästhetischen Verbesserung dienen und in Deutschland sehr teuer sind. Selbst in anderen Ländern sind, je nach Eingriff, noch mehrere tausend Euro fällig. Grundsätzlich locken aber hier günstigere Preise, besonders in Osteuropa, Südafrika und Thailand. Dort legen sich Patienten für die unterschiedlichsten Eingriffe unters Messer:

  • Gesichtsästhetische Eingriffe: Nasenkorrektur, Augenlidstraffung, Ohrenkorrektur, Facelift, Lippenvergrößerung
  • Dermatologische Behandlungen: Glättung von Falten, Botox-Behandlungen, Laser- oder Radiofrequenzbehandlungen der Hautgefäße, Entfernung von Schweißdrüsen, Hautstraffungen
  • Behandlungen im Intimbereich: Veränderungen der Brustgröße, Verkleinerung der Schamlippen, Penisverlängerung, Gesäßvergrößerung
  • Fettabsaugung
  • Haartransplantationen

Patienten, die diese Eingriffe im Ausland durchführen lassen, sollten darauf achten, dass es sich bei dem behandelnden Arzt um einen Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie handelt.

Denn im Gegensatz zu Ärzten, die sich als Schönheitschirurgen oder ästhetische Chirurgen bezeichnen, da diese Begriffe nicht geschützt sind, haben Fachärzte eine mehrjährige Ausbildung als plastisch-ästhetische Chirurgen absolviert.

Eine Behandlung bei Ärzten ohne diese Zusatzausbildung birgt das erhöhte Risiko, dass der Eingriff dem Patienten ein Ergebnis liefert, das ihn nicht dauerhaft zufriedenstellt oder sogar seine Gesundheit gefährden kann.

Kinderwunsch erfüllen

Jedes Jahr entscheiden sich mehrere tausend Paare mit unerfülltem Kinderwunsch für eine Behandlung im Ausland. Denn gerade in diesem Bereich sind in Deutschland bestimmte Verfahren verboten, die in anderen Ländern erlaubt sind. Dazu gehören Spenden von Eizellen und Embryonen, die in osteuropäischen Ländern sowie in Spanien oder Finnland erlaubt sind.

Paare, die eine Leihmutter suchen, wenden sich häufig nach Indien oder Amerika. Diejenigen, die sich ihren Wunsch nach einem eigenen Kind über eine Samenspende erfüllen möchten, versuchen häufig in Ländern wie Dänemark oder den Niederlanden ihr Glück. Grundsätzlich ist zwar eine Samenspende in Deutschland ebenfalls erlaubt, allerdings empfehlen ärztliche Richtlinien, lesbische Paare und alleinstehende Frauen nicht zu behandeln.

Die medizinischen Risiken, sich den Kinderwunsch im Ausland zu erfüllen, sind die gleichen wie in Deutschland. So kann die Hormonbehandlung, die dem Eingriff vorausgeht, sehr belastend für Körper der Frau und ihren seelischen Zustand sein. Auch der Eingriff an sich birgt gewisse Risiken.

Therapien und Kuren

Einige Therapiemöglichkeiten werden von Patienten bevorzugt im Ausland wahrgenommen, unter anderem deswegen, weil dort teils bessere Heilungschancen bestehen.

So können Betroffene, die Neurodermitis haben, durch eine Badekur am Toten Meer aufgrund der Bedingungen vor Ort besser behandelt werden als in Deutschland. Manche Patienten unterziehen sich in Ländern wie Israel, Indien oder der Türkei einer Krebstherapie, Andere behandeln im Ausland ihre Burnout-Erkrankung.

Für Autisten, Menschen mit geistiger Behinderung, seelischen Traumata oder Hirntraumata gilt die Delfintherapie als erfolgsversprechend, um die Kommunikation dieser Menschen, in der Regel Kinder, mit ihrer Umwelt zu verbessern oder ihre motorischen Fähigkeiten auszubauen. Allerdings besteht mittlerweile auch in Deutschland die Möglichkeit, eine solche Therapie zu machen.

Darauf ist bei medizinischen Behandlungen zu achten

Für einen reibungslosen Ablauf Ihrer Behandlung in einem anderen Land sind vor, während und nach der Therapie oder dem Eingriff bestimmte Formalitäten zu klären und einzuhalten. Sie erhöhen die Erfolgschancen und erleichtern es Ihrer Krankenkasse, die Vorgänge nachzuvollziehen. Sollten danach weitere Behandlungen nötig sein, schaffen detaillierte Angaben ausreichend Transparenz über die erfolgten Maßnahmen und ihre Ergebnisse.

Vor der Behandlung

Bevor Sie die ärztliche Behandlung im Ausland vornehmen lassen, gibt es ein paar Dinge zu erledigen und zu klären. Sie sollten im Vorfeld abklären, ob die geplante Behandlung von Ihrer Krankenkasse übernommen wird und bis zu welcher Betragshöhe das der Fall ist.

Außerdem müssen Sie den passenden Arzt finden, der den Eingriff vornehmen soll. Bei Suche sowie der Kontaktaufnahme können Sie auch Ihre Krankenversicherung um Unterstützung bitten. Dort hilft man Ihnen mit den nötigen Informationen sicherlich gerne weiter und gibt Ihnen Tipps, mit welchen Ärzten andere Patienten bereits gute Erfahrungen gemacht haben.

Informieren Sie sich dennoch umfassend über die Ärzte, die infrage kommen. Achten Sie dabei auch darauf, welche Qualifikationen bei Ärzten oder Kliniken vorliegen.

Europäische Zertifikate sind ein Zeichen dafür, dass regelmäßig Kontrollen durchgeführt werden.

Um eventuell auftretende Verständigungsprobleme zwischen Ihnen und dem Arzt zu vermeiden, sollten Sie einen Dolmetscher hinzuziehen, wenn Sie die Landessprache nicht beherrschen und auch Ihre Englischkenntnisse nicht ausreichen.

Sobald Sie einen passenden Arzt gefunden haben, ist es wichtig, diesen umfassend über Ihre Krankheitsgeschichte aufzuklären. Dadurch lassen sich Fehler vermeiden und zugleich die Erfolgschancen der Behandlung deutlich erhöhen.

Klären Sie zudem im Vorfeld genau ab, wann die Behandlung stattfinden soll und welcher Ablauf dafür vorgesehen ist. Das betrifft nicht nur die Behandlung an sich, sondern auch nötige Voruntersuchungen und die Nachbehandlung. Diese müssen nicht unbedingt im Ausland erfolgen und können eventuell auch in Deutschland erledigt werden.

Für den Fall, dass Nachbesserungen vorgenommen werden müssen, sollten Sie darüber mit dem Arzt im Ausland sprechen und die Regelung schriftlich festhalten, Denn während es in Deutschland Pflicht ist, nach einer erfolgten Behandlung gegebenenfalls nachzubessern oder Implantate und ähnliches neu anfertigen zu lassen, besteht diese Pflicht im Ausland für deutsche Versicherte nicht.

Denken Sie daran, dem Arzt alle nötigen Unterlagen und Dokumente zukommen zu lassen, die für Ihre Behandlung relevant sind. Das können Befunde, bisherige Maßnahmen oder Röntgenbilder sein. Lassen Sie sich einen Kostenvoranschlag ausstellen, um die anfallenden Beträge im Vorfeld zu kennen und im Nachhinein keine bösen Überraschungen zu erleben.

Während der Behandlung

Bei der Behandlung im Ausland ist es wichtig, dass der behandelnde Arzt im jeweiligen Staat genau dokumentiert, welche Maßnahmen er durchgeführt hat und welche Behandlungsergebnisse damit erzielt werden konnten.

Diese Informationen können unter Umständen für anfallende Folgebehandlungen bedeutend sein. Aus diesem Grund sollte der Arzt unbedingt alle folgenden Aspekte auflisten:

  • relevante Untersuchungsergebnisse
  • relevante Befunde
  • vorgenommene Therapien
  • vorgenommene Eingriffe
  • die Wirkungen der Therapien und Eingriffe

Sie haben während Ihrer medizinischen Behandlung im Ausland bestimmte Rechte und Pflichten, die Sie für alle Fälle genau kennen sollten. Informationen darüber erhalten Sie bei der nationalen Kontaktstelle Ihres Behandlungslandes.

Nach der Behandlung

Achten Sie nach der erfolgten Behandlung darauf, dass die ausländische Arztrechnung in deutscher oder wenigstens englischer Sprache verfasst wird. Ansonsten müssen Sie für Übersetzungskosten aufkommen.

Auf der Rechnung müssen außerdem sämtliche Leistungen detailliert und quittiert aufgeführt werden, sodass nachvollziehbar ist wer behandelt wurde, welche Behandlung oder Leistung erfolgt ist und welche Kosten für die einzelnen Leistungen anfallen.

Wenn Sie von Seiten der Krankenkasse keine Genehmigung für die Behandlung eingefordert haben, müssen Sie für die Kosten zunächst in Vorkasse treten. Die Krankenkasse wird den fälligen Betrag, abhängig von ihren Bestimmungen und Vorgaben, ganz oder bis zu einer bestimmen Höhe übernehmen.

Außerdem sollten Sie darauf achten, wo Sie Verschreibungen einlösen. Wenn Sie Ihr Rezept in dem Land einlösen, in dem Sie behandelt wurden, kann das beim Rückflug am Zoll problematisch werden. Allerdings sind Rezepturen für Medikationen nicht international gleich, wodurch ein Einlösen in Deutschland oder anderen Staaten der EU unter Umständen nicht sinnvoll ist, weil die Zusammensetzung eine andere ist. 

Leistungen und Vorgaben der Krankenversicherung

Wenn Sie sich im Ausland behandeln lassen möchten, ist das prinzipiell kein Problem. Denn für bestimmte Fälle gilt auch im Ausland der gesetzliche Krankenversicherungsschutz. Es kommt allerdings darauf an, in welchem Land der Eingriff oder die Therapie stattfinden soll und ob die Behandlung ambulant oder stationär erfolgt.

Innerhalb der EU

Wer in Deutschland gesetzlich oder privat krankenversichert ist, muss Therapien und ärztliche Eingriffe nicht zwingend im Heimatland durchführen, sondern hat das Recht, sich auch in einem anderen europäischen Staat ambulant behandeln zu lassen.

Diese Regelung gilt aber auch für weitere Staaten:

  • Island
  • Liechtenstein
  • Mazedonien
  • Norwegen
  • Serbien
  • Kroatien
  • Schweiz

Stationäre Behandlungen in Krankenhäusern innerhalb der EU sind erst nach einer Genehmigung durch die Krankenkasse möglich. Diese Genehmigung muss bereits vor dem medizinischen Eingriff vorliegen.

Außerhalb der EU

Wenn die Behandlung in einem Land stattfinden soll, dass kein Mitglied der EU ist und mit dem auch keine Sonderregelungen bestehen, gelten andere Voraussetzungen und zusätzliche Forderungen. Zunächst einmal müssen Sie bei Ihrer Krankenversicherung einen schriftlichen, formlosen Antrag vorlegen, der von Ihrer Krankenkasse genehmigt werden muss, bevor Sie die Behandlung durchführen lassen. Folgende Aspekte müssen aufgeführt werden:

  • Ausführliche Diagnose und Arztbericht mit Ausführungen darüber, welche Therapiemaßnahmen bisher erfolgt sind und mit welchem Ergebnis
  • Medizinisch-therapeutische Begründung des Arztes
  • Erklärung, warum die Behandlung im Ausland notwendig ist
  • Erklärung, welche Erfolgsaussichten zu erwarten sind und dass es in Deutschland keine vergleichbare Therapie gibt

Die Kostenerstattung durch die Krankenversicherung

Bei einer ambulanten oder stationären Behandlung im Ausland ist es möglich, dass die Krankenkasse die Kosten für die Reise ganz oder teilweise erstattet. Dazu gehören Kosten für den Flug und Transport, Gepäckkosten sowie die Kosten, die für die Unterbringung und die Verpflegung während des Auslandsaufenthaltes anfallen. Abgesehen von Ihnen als dem Versicherten werden diese Kosten gegebenenfalls auch für eine Begleitperson übernommen.

Die Krankenkasse erstattet die Kosten für die Behandlung im Ausland nach den in Deutschland geltenden Behandlungsrichtlinien. Demnach wird in der Regel der Betrag übernommen, den eine gleichwertige Behandlung in Deutschland gekostet hätte. Fallen die Kosten höher aus als es in Deutschland der Fall gewesen wäre, müssen Sie die Differenz aus eigener Tasche bezahlen. Gegebenenfalls müssen Sie zusätzlich eine Verwaltungsgebühr für die Kostenabwicklung der ausländischen Arztrechnung zahlen. 

Die Krankenkassen in Deutschland sind dazu verpflichtet, ambulante Behandlungen zu übernehmen, die im EU-Ausland durchgeführt wurden, also in einem der Staaten, die Teil der Europäischen Union sind. Für stationäre Behandlungen oder Behandlungen außerhalb der EU ist eine Genehmigung notwendig.

Krank im Urlaub

Im Urlaub oder bei Geschäftsreisen kann es immer mal vorkommen, dass sie aus bestimmten Gründen unmittelbar vor Ort behandelt werden müssen. Zum Beispiel, wenn Sie sich eine Infektion eingefangen haben oder einen Unfall hatten. Dann können sowohl Arztbesuche als auch ein stationärer Krankenhausaufenthalt notwendig sein. Die Kosten für die Behandlung werden zu einem gewissen Teil von notwendig sein. Die Kosten für die Behandlung werden zu einem gewissen Teil von der Krankenversicherung übernommen. 

Die Kostenübernahme durch die Krankenversicherung

Grundsätzlich übernehmen die deutschen Krankenkassen die Kosten, wenn die Erkrankung oder der Unfall in einem Land innerhalb der Europäischen Union oder in einem der Länder mit einem Sonderabkommen erfolgt ist.

Dazu müssen Sie beim behandelnden Arzt die Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC) und Ihren Personalausweis vorzeigen. Damit Sie behandelt werden dürfen, müssen Sie anschließend ein Formular ausfüllen.

Durch Vorlage der EHIC kommt die Krankenkasse für die Kosten auf, und zwar in der Höhe und mit den Leistungen, die auch einer gesetzlich versicherten Person des jeweiligen Landes zustehen und die auch von den vor Ort ansässigen Krankenkassen bezahlt würden. Für jegliche Art von Zuzahlungen, die dort nicht bezuschusst werden, müssen Sie selbst aufkommen.

Die Auslandskrankenversicherung

Diese Kosten können Sie einfach mit Hilfe einer speziell für das Ausland abgeschlossenen Police vermeiden. Sie übernimmt die Differenzbeträge zwischen dem insgesamt zu zahlenden Betrag und dem Anteil, den die gesetzliche Krankenversicherung zahlt sowie andere Leistungen, die nicht von der Krankenkasse getragen werden, wie der Krankenrücktransport.

Um eine Auslandsversicherung abzuschließen, können Sie entweder Ihre gesetzliche Versicherung durch entsprechende Wahltarife aufstocken oder sich für eine private Auslandskrankenversicherung entscheiden. Stellen Sie die verschiedenen Angebote einander gegenüber und wägen Sie ab, welches Konzept für Sie am besten passt.