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Elektroindustrie trotz Handelsstreit mit Export-Rekord

23.07.2019 - Politische Wirren und Handelskonflikte lassen die deutsche Elektroindustrie unbeeindruckt: Im Mai legten die Exporte deutlich zu und markieren ein neues Monats-Rekordhoch. Doch von Ferne kündigt sich eine Abkühlung an.

  • Batteriefabrik von Akasol: Das Unternehmen produziert Hochleistungs-Batteriesysteme für elektrifizierte Busse, Trucks, Schiffe und andere Nutzfahrzeuge. Foto: Fabian Sommer © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Batteriefabrik von Akasol: Das Unternehmen produziert Hochleistungs-Batteriesysteme für elektrifizierte Busse, Trucks, Schiffe und andere Nutzfahrzeuge. Foto: Fabian Sommer © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Trotz nachlassender Konjunktur und internationaler Handelskonflikte hat die deutsche Elektroindustrie ihre Exporte im Mai deutlich gesteigert.

Die Ausfuhren legten im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,1 Prozent auf 17,1 Milliarden Euro zu, wie der Branchenverband ZVEI am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Dies sei der höchste Exportwert, der bislang jemals in einem Mai registriert wurde.

In den gesamten ersten fünf Monaten dieses Jahres lagen die Exporte bei 89,2 Milliarden Euro und damit 5,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. «Insgesamt scheinen die Ausfuhren bisher noch wenig beeindruckt von den internationalen Handelskonflikten und der global nachlassenden Konjunktur zu sein», sagte ZVEI-Außenhandelsexperte Jürgen Polzin.

Die Elektroexporte in die USA zogen um 18,9 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro an. Auch die Ausfuhren nach Japan (plus 17 Prozent), nach Russland (plus 13,9 Prozent) und in die Schweiz (plus 16 Prozent) kletterten zweistellig. Rückgänge verbuchte die Branche dagegen bei den Lieferungen in die Türkei (minus 19,7 Prozent) und nach Großbritannien (minus 16,7 Prozent).

Konjunkturabkühlung und Handelskonflikte hinterlassen allerdings Spuren bei den Bestellungen. Wie bereits in den Vormonaten meldete der Branchenverband im Mai weniger Nachfrage als noch ein Jahr zuvor (minus 3,5 Prozent). In den gesamten ersten fünf Monaten verfehlten die Bestellungen den Vorjahreswert um 2,2 Prozent.

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