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Google will keine künstliche Intelligenz für Waffen liefern

08.06.2018 - Googles Zusammenarbeit mit einem Drohnen-Projekt des US-Militärs sorgte für massive Kritik aus den eigenen Reihen. Nun versucht der Internet-Konzern, Grenzen für den Einsatz seiner künstlichen Intelligenz zuziehen

  • «Wie künstliche Intelligenz entwickelt und angewendet wird, beeinflusst unsere Gesellschaft über die kommenden Jahre massiv», schrieb Google-Chef Sundar Pichai. Foto: Eric Risberg © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    «Wie künstliche Intelligenz entwickelt und angewendet wird, beeinflusst unsere Gesellschaft über die kommenden Jahre massiv», schrieb Google-Chef Sundar Pichai. Foto: Eric Risberg © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Google hat nach heftigen internen Debatten versprochen, keine künstliche Intelligenz für Waffensysteme zu liefern.

Zugleich werde man in anderen Bereichen weiterhin mit dem Militär und Regierungen zusammenarbeiten, betonte der Internet-Konzern am Donnerstag.

In den vergangenen Monaten hatte es bei dem Unternehmen massive Kritik an der Kooperation mit einem Drohnen-Projekt des US-Verteidigungsministeriums gegeben. Es nutzte «Tensorflow»-Chips von Google für maschinelles Lernen zur Erkennung von Objekten durch Kameras der Fluggeräte.

Eine Reihe vor Google-Mitarbeitern kritisierte das, auch wenn betont wurde, dass es um die Auswertung von Überwachungsbildern und nicht Angriffe gehe. Es gab intern Petitionen, aus dem «Project Maven» auszusteigen, mehrere Beschäftigte reichten laut Medienberichten aus Protest ihre Kündigung ein. Google kündigte inzwischen an, das Projekt werde 2019 auslaufen.

Google veröffentlichte nun Regeln für die Arbeit an künstlicher Intelligenz. Demnach werde Google keine Technologien entwickeln oder einsetzen, die insgesamt Schaden zufügen könnten. Neben Waffen ist auch Überwachung tabu, «die gegen international anerkannte Normen verstößt».

Genauso werde Google keine künstliche Intelligenz entwickeln, die gegen internationales Recht und Menschenrechte verstößt. Der Konzern wolle auch ein besonderes Augenmerk darauf legen, dass die Software keine «unfairen Vorurteile» aufweist oder nach Hautfarbe, Geschlecht, sexueller Orientierung oder Einkommen diskriminiert. Man werde dafür sorgen, dass die KI-Systeme von Menschen kontrolliert werden.

«Wie künstliche Intelligenz entwickelt und angewendet wird, beeinflusst unsere Gesellschaft über die kommenden Jahre massiv», schrieb Google-Chef Sundar Pichai. Als einer der Vorreiter spüre Google die Verantwortung, es richtig zu machen.

Der Konzern werde zugleich mit Regierungen und dem Militär unter anderem bei Cybersicherheit, Rettungsaktionen und Ausbildung zusammenarbeiten, betonte Pichai. Google wird als einer der Kandidaten für einen milliardenschweren Deal zur Bereitstellung von Cloud-Diensten für das US-Verteidigungsministerium gesehen.

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