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Meinung: „Plastikklubs“ machen einfach gute Arbeit!: Champions League mit RBL und „Hoffe“ ist hochverdient!

06.04.2017 - Der Sturmlauf der so genannten „Plastikklubs“ RB Leipzig und 1899 Hoffenheim in Richtung Champions League geht auch in der englischen Woche der Bundesliga weiter – ein Triumph für die Konzepttrainer Ralph Hasenhüttl (49) und Julian Nagelsmann (29) zeichnet sich ab. Ob es den „Traditionalisten“ passt oder nicht: RBL und 1899 haben sich nach dieser für sie großartigen Saison die Teilnahme an der „Königsklasse“ verdient. Ihr Erfolg ist das Resultat konzeptionell guter Arbeit – und eine Blamage für die „Arrivierten“ hinter dem FC Bayern.

  • RB Leipzig feiert eine Serie von Siegen: Trainer Ralph Hasenhüttl (l) freut sich mit der Mannschaft. Foto: Hendrik Schmidt © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    RB Leipzig feiert eine Serie von Siegen: Trainer Ralph Hasenhüttl (l) freut sich mit der Mannschaft. Foto: Hendrik Schmidt © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • RB Leipzig ist reif für die Königsklasse. Foto: Jan Woitas © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    RB Leipzig ist reif für die Königsklasse. Foto: Jan Woitas © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Der Hoffenheimer Andrej Kramaric (l) bejubelt sein Tor gegen die Bayern. Foto: Uwe Anspach © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Hoffenheimer Andrej Kramaric (l) bejubelt sein Tor gegen die Bayern. Foto: Uwe Anspach © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Hoffenheims Torschütze Andrej Kramaric jubelt Huckepack auf dem Maskottchen mit «Hoffe» über den Sieg. Foto: Uwe Anspach © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Hoffenheims Torschütze Andrej Kramaric jubelt Huckepack auf dem Maskottchen mit «Hoffe» über den Sieg. Foto: Uwe Anspach © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Dass der Liga-Neuling RB Leipzig in der kommenden Saison als erster Aufsteiger seit dem 1. FC Kaiserslautern (1998) in der Champions League spielen wird, ist bei fünf Zählern Vorsprung auf den Tabellenvierten Borussia Dortmund und 15 Punkten vor Rang fünf fast schon sicher. Ganz ehrlich: Ich freue mich auf die Premiere von RB Leipzig in Europa und auf das Comeback des Fußball-Ostens auf europäischer Bühne nach 16 Jahren, damals mit dem 1. FC Union Berlin als Pokalfinalist.

Hass auf RBL ist Teil der deutschen Neid-Debatte

Selbst wenn die UEFA-Regularien, wonach zwei Klubs (neben RB Salzburg) mit dem gleichen Finanzierer nicht gemeinsam in der Champions League antreten dürfen, das Debüt der Leipziger in der europäischen Königsklasse noch verhindern sollten, wäre die Europa League für die Sachsen ein Erfolg. Auch und gerade mit Blick auf das unsägliche RB-Bashing, welches den Neuling in fast jedem gegnerischen Stadion erwartete. Ich war ein paar Mal als Reporter live dabei. Glauben Sie es mir: DAS hat mit Fußball nichts mehr zu tun! Es ist, wie RB-Sportdirektor Ralf Rangnick (58) im Februar sagte, „ein Teil der deutschen Neid-Debatte“ und ein Armutszeugnis für die ach so tolerante deutsche Fußballfamilie.

Vor allem aber ist der Leipziger Erfolg eine Blamage für die „üblichen Verdächtigen“, die hinter Serien-Meister FC Bayern München die CL-Plätze besetzen. Borussia Dortmund, Bayer 04 Leverkusen, Borussia Mönchengladbach und Schalke 04 – dieses Quartett wird sich hinterfragen müssen, warum man von den so genannten Plastikklubs über den Haufen gerannt wurde. Ganz einfach: Leipzig und Hoffenheim haben – obwohl in der Rangliste der Kaderwerte nur auf den Rängen sieben und acht – eine Menge mehr richtig gemacht als die „Etablierten“. Sie scheuen Schwindel erregende Transfers, setzen auf junge, hochtalentierte Spieler, die zumeist aus den eigenen Nachwuchsabteilungen kommen – und dieses Konzept greift. Das muss man einfach anerkennen. Auch, wenn einzig der finanzielle Background mit Dietrich Mateschitz und dem österreichischen Getränke-Giganten Profifußball in Leipzig erst möglich macht.

Hoffenheim hat aus den Fehlern der Premiere gelernt

Für 1899 Hoffenheim ist die Teilnahme an der Champions League ebenfalls der bislang größte Erfolg der Vereinsgeschichte. 2008 mit viel Geld von Mäzen Dietmar Hopp in den Bundesliga-Orbit geschossen, hätten die Kraichgauer eigentlich schon nach ihrer Premieren-Saison in der „Königsklasse“ spielen können. Damals ging ihnen die Luft aus, weil in einer absolut unberechenbaren Saison die Erwartungen plötzlich ins Bodenlose stiegen. Nach vielen Irrwegen und Umbesetzungen hat man nun mit Coach Julian Nagelsmann (29), dem jüngsten Bundesliga-Trainer aller Zeiten, den richtigen Macher und Motivator gefunden – und das finde ich prima. Er ist ein erfrischender, bodenständiger Typ, Konzepttrainer, Fußballfachmann mit trockenem Humor und er hat eine Truppe, die für Offensive pur steht. Wenn Sie 1899 – FC Bayern (1:0) gesehen haben, wissen Sie, was ich meine: Da ging es rund, das war endlich mal wieder ein echtes Spitzenspiel!

Langeweile wird es in der CL mit „Hoffe“ und den „Roten Bullen“ nicht geben!

Champions League mit „Hoffe“ und RBL – wo steht eigentlich geschrieben, dass internationale Spiele mit weniger namhaften Klubs langweilig sind? Eben das in dieser Saison so enttäuschende Bayer 04 Leverkusen hat es uns doch 2002 mit dem Sturmlauf ins Finale vorgemacht. Am Ende war ganz Fußball-Deutschland verliebt in die Mannschaft von Trainer Klaus Toppmöller! Eine ähnliche Leistung traue ich auch RBL und Hoffenheim zu.

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