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Baustelle Borussia – Ausbildungsverein oder Treff für müde Weltmeister?

15.07.2016 - Medienberichten zufolge ist die Rückkehr von Mario Götze (24) zu Borussia Dortmund perfekt. Dem 2013 zum FC Bayern abgewanderten Mittelfeldspieler soll auch sein Nationalmannschaftskollege André Schürrle (25) zum Vizemeister folgen. Zwei Weltmeister, die sich auf ihren letzten Stationen nicht durchsetzen konnten – damit konterkariert der BVB seine bisherige Einkaufspolitik.

  • Mario Götze - bei Bayern unerwünscht, bei der EM einen Enttäuschung © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Mario Götze - bei Bayern unerwünscht, bei der EM einen Enttäuschung © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • André Schürrle konnte sich in der Premiere League nicht entscheidend durchsetzen, wurde dann Teil einer enttäuschenden Wolfsburger Mannschaft. Bei der EM spielte kaum eine Rolle. © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    André Schürrle konnte sich in der Premiere League nicht entscheidend durchsetzen, wurde dann Teil einer enttäuschenden Wolfsburger Mannschaft. Bei der EM spielte kaum eine Rolle. © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Mit Raphael Guerreiro hat der BVB einen 22-jährigen Portugiesen verpflichtet, der zu den Entdeckumgen der EM gehört © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Mit Raphael Guerreiro hat der BVB einen 22-jährigen Portugiesen verpflichtet, der zu den Entdeckumgen der EM gehört © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach dem verlorenen DFB-Pokalfinale habe ich Borussia Dortmund als eines der interessantesten Projekte der Bundesliga bezeichnet. Dabei bleibe ich – trotz oder gerade wegen der hochkarätigen Abgänge Mats Hummels (zum FC Bayern München), Henrikh Mkhitaryan (Manchester United) und Ilkay Gündogan (Manchester City). Diese Transfers spülten dem BVB mehr als 105 Millionen Euro in die Kasse. Für die Neuverpflichtungen um Europameister Raphael Guerreiro (22, FC Lorient), Ousmane Dembele (19, Stade Rennes) oder Marc Batra (25, FC Barcelona) zahlte Dortmund insgesamt 57 Mio. Euro, der Altersschnitt der Neuen liegt bei 22,6 Jahren. „Klingt gut“, dachte man bei sich mit Blick auf diese Transferpolitik.

Nun soll laut BILD ein alter und höchst umstrittener Bekannter im Anflug auf Dortmund sein: Mario Götze (24). Im Sommer 2013 für 37 Mio. Euro zum Liga-Konkurrenten FC Bayern gewechselt, wurde der Weltmeister-Torschütze von 2014 in München nie heimisch. Pep Guardiola wollte ihn nicht – egal, wie oft er das in seinen theatralischen Pressekonferenzen abstritt! Für Neu-Coach Carlo Ancelotti („Er ist ein Spieler von Bayern München“) ist Götze nun offensichtlich auch nicht gerade ein Wunschspieler…Zwar lesen sich 73 Liga-Spiele, 22 Tore und 17 Assists im Einsatzprotokoll Götzes beim FC Bayern nicht schlecht, aber nach einer schweren Muskelverletzung sucht der Supertechniker seit Oktober 2015 nach seiner Form, wirkte zuletzt bei der EM im Nationalteam wie ein Schatten seiner selbst.

Götze und Schürrle helfen Dortmund nur in absoluter Topform

Gleiches gilt für André Schürrle vom VfL Wolfsburg, der auch auf der Dortmunder Wunschliste steht und derzeit mit seinem Kumpel Götze in Malibu Social Media-gerecht Urlaub macht… 32 Mio. Euro zahlte Wolfsburg 2015 für den Halbstürmer, wirklich bestätigt hat Schürrle mit neun Treffern in 29 BL-Spielen diese Ablösesumme nicht. Auch bei der EURO gehörte er mit nur 71 gespielten Minuten zu den großen Verlierern im DFB-Kader, blieb ohne Torerfolg.

Da frage ich mich: Götze und Schürrle – meilenweit entfernt von dem, was sie spielen können – sollen den BVB im großen Umbruchjahr verstärken? Mehr noch: Wofür steht Borussia eigentlich? Für den Typus des „Ausbildungsvereins“, der hungrige Spieler wie Dembele (19) und Emre Mor (18) aufbaut und fördert– oder als Treffpunkt für müde Weltmeister und Spieler, die sich – wie der bereits verpflichtete Sebastian Rode (25) bei anderen Klubs nicht durchsetzen konnten?

Spannende Frage: Wie reagieren die BVB-Fans auf Götze?

Spielertypen wie Götze und Schürrle verstärken die Mannschaft nur dann, wenn sie fit sind – und sie werden Zeit brauchen, um zu alter Stärke zurückzufinden. Geduld wird in Dortmund gefragt sein! Ganz zu schweigen davon, dass sich Götze erst einmal mit den Fans versöhnen muss, hier steckt eine Menge Zündstoff drin. BVB-Trainer Thomas Tuchel (42) wird in den ersten Wochen dieser schwierigen Saison als Moderator und als Motivator gefragt sein. Tuchel geht in seinem zweiten Jahr beim BVB hohes Risiko… und muss jetzt beweisen, dass er mit dieser veränderten Situation umgehen kann. 

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