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Schweinsteiger zur EM? Bitte keine Erbhöfe!

26.02.2016 - Die Diskussion um Bastian Schweinsteiger (31) ist nicht neu – und doch hat sie seit seinem Wechsel zu Manchester United eine andere Dimension. Die Bilanz des ehemaligen Bayern-Star und Nationalmannschaftskapitäns auf der Insel ist dürftig. So taugt der Ex-Münchner allenfalls zum EM-Touristen...

  • Zuletzt spielte Bastian Schweinsteiger auch bei Manchester United keine Rolle mehr © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Zuletzt spielte Bastian Schweinsteiger auch bei Manchester United keine Rolle mehr © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Zuletzt hatte Oliver Bierhoff den DFB-Kapitän öffentlich in Frage gestellt © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Zuletzt hatte Oliver Bierhoff den DFB-Kapitän öffentlich in Frage gestellt © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Schweini selbst gibt sich cool und lässt wissen, er sei zu "0,00 Prozent" besorgt über seine EM-Teilnahme © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Schweini selbst gibt sich cool und lässt wissen, er sei zu "0,00 Prozent" besorgt über seine EM-Teilnahme © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Immerhin hat Der Ex-Bayern-Star im Moment viel Zeit, sich um seine Freundin, die Tennsi-Queen Anna Ivanovic, zu kümmern © picture alliance /

    Immerhin hat Der Ex-Bayern-Star im Moment viel Zeit, sich um seine Freundin, die Tennsi-Queen Anna Ivanovic, zu kümmern © picture alliance / Photosport

Ab in den Urlaub! Reisen gehören derzeit zum Kerngeschäft des Bastian Schweinsteiger (31). „Ich habe ihm ein paar Tage Urlaub gegeben“, erklärte sein umstrittener Vereinstrainer Louis van Gaal bei Manchester United zuletzt vollmundig, „damit er seinen Kopf freibekommen kann.“ Der knorrige „Tulpen-General“ sprach das aus, was viele Fans beim englischen Rekordmeister über den im letzten Sommer für neun Millionen Euro (!) vom FC Bayern verpflichteten und wie einen Staatsgast empfangenen Weltmeister denken: „Er war enttäuscht, aber meine Ansprüche an ihn sind höher.“

Wann sehen wir Schweinsteiger wieder auf dem Rasen?

Sicher. Nur sollte der oft und gern als Fußball-Erfinder auftretende van Gaal bei seiner Spieler-Schelte nicht vergessen, dass Schweinsteiger ohnehin als verletzungsanfällig gilt – und seit einem Schlag auf das Knie am 12. Januar im Liga-Spiel gegen Newcastle United auf unbestimmte Zeit fehlt.

Zuletzt sah man Schweinsteiger daher als lediglich als Promi-Zuschauer beim Tennismatch seiner Freundin Ana Ivanovic in Dubai – oder auf dem roten Teppich bei einer Gala in Manchester. Dass die in 15 Wochen auf dem Spielplan stehende EM in Frankreich ohne den Mittelfeld-Allrounder stattfinden könnte, kommentierte Schweinsteiger in BILD nun mit Ironie: „Wenn die EM nicht kurzfristig in den März vorverlegt wird, habe ich zu Nullkommanull Bedenken.“

Damit ist nicht zu rechnen. Schon eher damit, dass Schweinsteiger nicht mehr rechtzeitig in EM-Form kommt. „Ich stehe in ständigem Austausch mit Bastian“, wiegelt Bundestrainer Joachim Löw mit badischer Ruhe noch ab, „die aktuelle Verletzung macht mir keine Sorgen.“

Alarmierende Leistungszahlen in Manchester und im DFB-Team

Gewiss. Bis zur EM-Endrunde ist es noch nicht „högschde Zeit“. Aber mit Blick auf Schweinsteigers Leistungsdaten in Manchester und im Nationalteam bleiben „högschde“ Zweifel, ob der Führungsspieler noch rechtzeitig in Tritt kommt. Bei Man. United erzielte Schweinsteiger in 27 Pflichtspielen nur ein Tor, im DFB-Team machte er seit dem WM-Titelgewinn 2014 lediglich sechs von 15 möglichen Spielen.

Meine Meinung: Das ist zu wenig für einen Spieler mit seinem Stellenwert. Die WM liegt zu lange zurück, um Erbhöfe zu vergeben. Nur wegen seiner früheren Verdienste darf Löw auch einen echten Typen wie Schweinsteiger nicht mit zur EM nehmen. Aber: Der Substanzverlust der „Mannschaft“ nach den Rücktritten von Philipp Lahm, Per Mertesacker und Miroslav Klose im WM-Sommer 2014 war groß, wie die EM-Qualifikation gezeigt hat. Ist Schweinsteiger fit, sind seine Persönlichkeit und seine riesige Erfahrung Erfolgsfaktoren.