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Sturm «Florence» überflutet weite Gebiete an US-Südostküste

15.09.2018 - «Florence» ist zwar kein Hurrikan mehr, hat aber enorme Wassermassen an die Südostküste der USA getragen. Die Folgen sind enorm. Und noch ist das Unwetter nicht überstanden.

  • Autos auf dem überfluteten Highway 24 im US-Bundesstaat North Carolina. Foto: Tom Copeland/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Autos auf dem überfluteten Highway 24 im US-Bundesstaat North Carolina. Foto: Tom Copeland/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Hurrikan «Florence» trifft auf die US-Ostküste. Foto: NOAA © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Hurrikan «Florence» trifft auf die US-Ostküste. Foto: NOAA © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Sturm und Wasser umtosen die Gebäude, in der Innenstadt von Swansboro N.C. Foto: Tom Copeland/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Sturm und Wasser umtosen die Gebäude, in der Innenstadt von Swansboro N.C. Foto: Tom Copeland/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Ein umgestürzter Baum ist im US-Bundesstaat North Carolina in ein Haus gekracht. Dabei starben eine Frau und ihr Kind. Foto: Chuck Burton/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein umgestürzter Baum ist im US-Bundesstaat North Carolina in ein Haus gekracht. Dabei starben eine Frau und ihr Kind. Foto: Chuck Burton/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Mitglieder der Feuerwehr untersuchen auf einer überfluteten Straße ein halb unter Wasser stehendes Auto. Foto: Chris Seward/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Mitglieder der Feuerwehr untersuchen auf einer überfluteten Straße ein halb unter Wasser stehendes Auto. Foto: Chris Seward/AP © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Wirbelsturm «Florence» hat große Gebiete an der Südostküste der USA unter Wasser gesetzt. Weite Landstriche der Bundesstaaten North Carolina und South Carolina waren am Samstag überschwemmt.

Nach Angaben von US-Medien waren fast eine Million Menschen in den beiden Staaten ohne Strom. Mindestens fünf Menschen kamen im Sturm und an seinen Folgen ums Leben. Der heftige Regen kann nach Angaben des Nationalen Hurrikan-Zentrums noch Tage andauern - und damit die Überschwemmungen weiter verschlimmern.

Der Sturm war am Freitagmorgen (Ortszeit) in North Carolina auf Land getroffen. Er erreichte die Küste mit geringerer Stärke als ursprünglich befürchtet. Noch über dem Meer war «Florence» zwischenzeitlich zu einem Hurrikan der Stärke 4 angewachsen - mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 220 Kilometern pro Stunde. Bis zu seinem Eintreffen an der Küste wurde er jedoch mehrfach herabgestuft. Am Samstag galt er mit Windgeschwindigkeiten von 75 Kilometern pro Stunden nur noch als Tropensturm. Zerstörerische Kraft entfaltete er dennoch. Die Tücke an «Florence» ist nicht die Windstärke, sondern die große Menge an Niederschlägen, die der Sturm mit sich bringt.

Flüsse traten über die Ufer und erreichten Rekord-Pegelstände. Straßen wurden überspült, Stromleitungen zerstört. Katastrophenschützer mussten ausrücken, um Menschen aus überfluteten Häusern zu retten - etwa in New Bern in North Carolina, das der Sturm als einen der ersten Orte getroffen hatte.

Mindestens fünf Menschen starben nach Angaben offizieller Stellen bisher an den Folgen des Sturms: Eine Mutter und ihr Kleinkind kamen in der Küstenstadt Wilmington (North Carolina) um, als ein umstürzender Baum auf ihr Haus krachte, wie die Polizei mitteilte. Eine Frau starb an einem Herzinfarkt - Rettungskräfte kamen wegen des Sturmes nicht rechtzeitig zu ihr. Ein Mann erlitt einen Stromschlag, als er mit einem Notstromaggregat hantierte. Ein 77-Jähriger in Kinston wurde vom Sturm schlicht umgeblasen - er starb beim Sturz.

Der Sturm bewegte sich am Samstag laut Hurrikan-Zentrum extrem langsam vorwärts - mit nur vier Kilometern pro Stunde. «Florences» langsamer Weg ins Landesinnere werde «katastrophale Sturzfluten» auslösen, warnten Meteorologen auf «weather.com». In North Carolina habe es bereits lebensbedrohliche Sturmfluten gegeben.

Auch der Leiter des Nationalen Hurrikan-Zentrums, Ken Graham, mahnte, Sturmfluten drückten mehr und mehr Wasser ins Landesinnere, was ebenfalls zu großflächigen Überschwemmungen beitrage.

Die Behörden hatten vorsorglich mehr als eine Million Menschen entlang der Südostküste aufgerufen, sich vor dem Wirbelsturm in Sicherheit zu bringen und landeinwärts Schutz zu suchen - bei Freunden, Verwandten, in Hotels oder Notunterkünften. Nicht alle waren aber den Aufrufen gefolgt.

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