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«Aidamira»: Mit Besatzung und Handwerkern nach Südafrika

05.12.2019 - Die Probleme beim Umbau der «Costa neoRiviera» zur «Aidamira» waren zu groß. Die ersten Reisen mussten überraschend abgesagt werden. Die Reederei Aida Cruises versucht nun alles, einen großen Imageschaden zu vermeiden.

  • Unmittelbar nach der Taufe in Palma de Mallorca am vergangenen Samstag hatte Aida Cruises die erste Kurzkreuzfahrt im westlichen Mittelmeer abgesagt. Foto: Andrea Warnecke/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Unmittelbar nach der Taufe in Palma de Mallorca am vergangenen Samstag hatte Aida Cruises die erste Kurzkreuzfahrt im westlichen Mittelmeer abgesagt. Foto: Andrea Warnecke/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach der überraschenden Absage der Jungfernfahrt am vergangenen Wochenende ist das Kreuzfahrtschiff «Aidamira» mit Besatzung und Handwerkern, aber ohne Passagiere, unterwegs nach Südafrika.

Auf dem Weg dorthin soll das Schiff auf Vordermann gebracht werden, sagte der Sprecher der Kreuzfahrtreederei Aida Cruises, Hansjörg Kunze, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Insbesondere die Defizite in der Wasserver- und -entsorgung, der Schiffselektrik und Klimatechnik müssten ausgeglichen werden. «Das wird jetzt Schritt für Schritt getan.» Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung berichtet.

Unmittelbar nach der Taufe in Palma de Mallorca am vergangenen Samstag hatte Aida Cruises die erste Kurzkreuzfahrt im westlichen Mittelmeer abgesagt. Es sei nicht gelungen, den Aida-Standard anzubieten. Kurz darauf wurde auch die Überführungsfahrt nach Südafrika gecancelt. «Das Schiff ist nun auf seiner ursprünglichen Route. Wir versuchen, die besten Häfen zu finden, wo wir technischen Support erhalten», sagte Kunze. Es sei das Ziel, das Schiff zum Start der Premierensaison in Südafrika am 23. Dezember zu präsentieren.

Die «Aidamira» ist das 14. Schiff der Aida-Flotte, aber kein Neubau. Sie fuhr vor ihrem Umbau seit 1999 für die Schwestermarke Costa. Es wird künftig von Kapstadt aus rund um Südafrika Kreuzfahrten unternehmen. Der Umbau eines 20 Jahre alten Schiffes sei hoch kompliziert, erklärte Kunze.

In vier Wochen Umbauzeit, davon drei Wochen bei extrem schlechten Wetterbedingungen, seien zwar rund 50 Millionen Euro investiert worden. Aber in vielen Bereichen hätte die wetterbedingt verkürzte Zeit nicht ausgereicht. Das Ausmaß der Mängel sei nicht klar gewesen, sonst hätte die Reederei früher reagieren können, begründete Kunze die massiven Schwierigkeiten.

Der Aida-Sprecher ging nicht davon aus, dass durch die Probleme der «Aidamira» ein dauerhafter Imageschaden für Aida Cruises eintreten werde. Auf die Angebote an die betroffenen Passagiere zu Alternativreisen sei meist positiv regiert worden. Die 13 anderen Schiffe der Flotte seien mit Tausenden Gästen unterwegs. «Wir erhalten viel Zuspruch von unseren Gästen.» Die Enttäuschungen würden eher kurzfristig sein. «Es hängt davon ab, wie wir mit der Situation umgehen. Dafür tun wir jetzt alles.»

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