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Schauspieler Michael Gwisdek gestorben

23.09.2020 - Viele kennen ihn aus «Good Bye, Lenin!» - der Schauspieler Michael Gwisdek ist tot. Die Film- und Fernsehbranche trauert um ein «Ausnahmetalent».

  • Michael Gwisdek ist tot. Foto: picture alliance / Jörg Carstensen/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Michael Gwisdek ist tot. Foto: picture alliance / Jörg Carstensen/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Michael Gwisdek («Oh Boy») freut sich bei der Verleihung des 63. Deutschen Filmpreises über die Auszeichnung in der Kategorie «Beste männliche Nebenrolle». Foto: picture alliance / Maurizio Gambarini/dpa © dpa - Deutsche...

    Michael Gwisdek («Oh Boy») freut sich bei der Verleihung des 63. Deutschen Filmpreises über die Auszeichnung in der Kategorie «Beste männliche Nebenrolle». Foto: picture alliance / Maurizio Gambarini/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Michael Gwisdek bei den Dreharbeiten zum Film «Vater Morgana». Foto: Maurizio Gambarini/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Michael Gwisdek bei den Dreharbeiten zum Film «Vater Morgana». Foto: Maurizio Gambarini/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Michael Gwisdek stellt auf der Berlinale (2010) den Film «Boxhagener Platz» vor. Foto: picture alliance / dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Michael Gwisdek stellt auf der Berlinale (2010) den Film «Boxhagener Platz» vor. Foto: picture alliance / dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Er sagte, was er dachte: Michael Gwisdek. Foto: picture alliance / dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Er sagte, was er dachte: Michael Gwisdek. Foto: picture alliance / dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Schauspieler und Regisseur Michael Gwisdek ist tot. Er starb am Dienstag im Alter von 78 Jahren nach kurzer schwerer Krankheit, wie seine Familie am Mittwoch nach Angaben der Agentur Just Publicity mitteilte.

Zu seinen bekanntesten Filmen gehören «Good Bye, Lenin!», «Boxhagener Platz», «Nachtgestalten» und «Oh Boy». Auch im Fernsehen war er oft zu sehen, ob im «Tatort», bei «Bella Block» oder in den «Donna Leon»-Verfilmungen.

In seinen Rollen zeigte er sich als Komödiant, Melancholiker und Exzentriker, wie die Defa-Stiftung zu ihm schrieb. In seinen Regie-Arbeiten überzeugte er «mit ausgefeilten Figurenzeichnungen». Privat waren Michael Gwisdek und die Schauspielerin Corinna Harfouch viele Jahre ein Paar. Sohn Robert wurde ebenfalls Schauspieler, Sohn Johannes Komponist. Später lebte Gwisdek mit seiner Frau, der Drehbuchautorin und Schriftstellerin Gabriela Gwisdek, auf dem Land vor den Toren Berlins.

Der 1942 geborene Gastwirtssohn aus Berlin-Weißensee lernte das Schauspielhandwerk an der Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch» - wie viele prominente Kollegen. Gwisdek spielte in den 60er und 70er Jahren an verschiedenen Theatern in der DDR. Sein komödiantisches Talent brachte ihm bald Rollen im Kino ein.

Nach dem Fall der Mauer erfüllte sich sein Traum, über den roten Berlinale-Teppich zu gehen. 1999 erhielt Gwisdek einen Silbernen Bären als bester Hauptdarsteller in Andreas Dresens «Nachtgestalten». Seine Trophäen-Ausbeute war groß und reicht vom Deutschen Filmpreis bis zum Grimme-Preis.

Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller, würdigte Gwisdek als «einen großartigen und beliebten Schauspieler». Er sei ein Meister in allen Facetten seines Berufs gewesen. «Die Bühne war genauso sein Metier wie der Film, und er beherrschte Anspruchsvolles und Avantgardistisches ebenso wie Unterhaltung und Klamotte.» Müller betonte: «Wir hätten uns von Michael Gwisdek noch viele vergnügliche und eindrückliche Filmerlebnisse gewünscht.»

Nach seinem Tod trauerte die Film- und Fernsehbranche: «Wir können es gar nicht glauben», schrieb die Defa-Stiftung auf Facebook. Das Medienboard Berlin-Brandenburg postete dort: «Wir sind in Gedanken bei seiner Familie & seinen Freunden! Danke für die Kunst».

Heike Hempel, stellvertretende ZDF-Programmdirektorin, erklärte: «Mit Michael Gwisdek verlieren wir nicht nur einen großartigen Schauspieler, ein Ausnahmetalent auf der Bühne und vor der Kamera, sondern auch einen Regisseur und Zeitgenossen, der als humorvoller Beobachter der deutsch-deutschen Geschichte Brücken zwischen Ost und West baute.» Aus Anlass seines Todes wiederholt das ZDF am Samstag (26. September, 13.45 Uhr) «Das Traumschiff: Palau».

© dpa-infocom, dpa:200923-99-675272/10

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