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Früherer DDR-Schlagerstar Peter Wieland gestorben

02.03.2020 - Er gehörte zu den festen Größen im DDR-Showleben: Peter Wieland, Schlagerstar und Entertainer, ist mit jetzt 89 Jahren gestorben.

  • Peter Wieland mit seiner Ex-Frau Dagmar Frederic 2013 bei der Aufzeichnung der Sendung «Weihnachten bei uns» in Chemnitz. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Peter Wieland mit seiner Ex-Frau Dagmar Frederic 2013 bei der Aufzeichnung der Sendung «Weihnachten bei uns» in Chemnitz. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sänger, Entertainer, DDR-Showlegende - Peter Wieland, einstiger Schlagerstar und Schauspieler, ist tot. Wieland sei in der Nacht zu Montag in Berlin im Alter von 89 Jahren gestorben, teilte das Künstlerbüro Show Express Könnern, das den Künstler vertrat, auf Anfrage mit. Zuvor hatte «Bild.de» berichtet.

Der frühere Ehemann von Sängerin Dagmar Frederic wurde als Ralf Sauer in Stralsund geboren. Nach der Gesangsausbildung an der Berliner Musikhochschule «Hanns Eisler» ging er für drei Jahre ans Theater. Danach zog es Wieland ins Genre Musical und zur heiteren Muse. Über Jahrzehnte trat er im Berliner Friedrichstadt-Palast als Sänger und Conferencier auf - als erstes in der musikalischen Revue «Das goldene Prag».

Der Künstler gehörte zu den festen Größen in DDR-Fernsehshows wie «Kessel Buntes» und «Da liegt Musike drin», wo er auch zusammen mit Frederic auftrat. Er hatte sie 1966 beim Gesangsunterricht entdeckt und heiratete die Sängerin 1977. Als Duo wurden beide 1981 von Erich Honecker mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet, zwei Jahre später trennte sich das Paar.

Frederic würdigte am Montag ihren einstigen Bühnen- und Lebenspartner. «Ich bin sehr traurig, habe ihn in den vergangenen Tagen oft besucht», sagte sie dem «Berliner Kurier».

Für Rundfunk und Schallplatte produzierte Wieland einige hundert Aufnahmen - Oper, Operette, Musical, Schlager und Chanson. «Show in Stereo» nannte sich Wielands eigene Radiosendung, zu seinem Repertoire gehörten der Professor Higgins aus «My Fair Lady» genauso wie der Kaiser Franz-Josef aus dem «Weißen Rössl».

Auch nach der Wende blieb Wieland im Showgeschäft mit Auftritten im Fernsehen unter anderem in der Daily-Soap «Gute Zeiten - Schlechte Zeiten», als «Lehrer Lämpel» im Kindermusical «Max und Moritz» am Staatstheater Braunschweig und als Zirkusdirektor Obolski im Musical «Feuerwerk» am Theater Annaberg.

Zu seinem 50. Bühnenjubiläum im Sommer 2004 kehrte Wieland zum Ort seines ersten Engagements zurück und gastierte bei den Schlossgartenfestspielen in Neustrelitz als Herzog Karl in der Operette «Königin Luise - eine Königin tanzt».

Ein schwerer Schlag bedeutete für ihn der Tod seine zweiten Frau Marion vor drei Jahren, wie sein Manager Mario Behnke der Deutschen Presse-Agentur sagte. Wieland war zuletzt an einem Oberschenkelhalsbruch operiert worden.

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