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Blick in die Zukunft: Nagelsmann tritt in Leipzig an

24.02.2019 - Zum dritten und letzten Mal in dieser Saison fordert Julian Nagelsmann mit den Hoffenheimern seinen künftigen Club RB Leipzig. Sein Abschied bei der TSG rückt immer näher, noch ist der Nachfolger nicht präsentiert.

  • Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann (M) trifft in Leipzig auf seine künftigen RB-Spieler. Foto: Jan Woitas © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann (M) trifft in Leipzig auf seine künftigen RB-Spieler. Foto: Jan Woitas © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nur noch ein Dutzend Bundesliga-Spiele mit der TSG 1899 Hoffenheim. Für Julian Nagelsmann läuft die Uhr im Kraichgau runter - am Montag springt der Zeiger für einen Abend in die Zukunft, wenn der 31 Jahre alte Erfolgscoach bei seinem künftigen Arbeitgeber RB Leipzig antritt.

Zweimal hat Ralf Rangnick, sein künftiger Mitstreiter bei den Sachsen, das Duell der Taktikfüchse in dieser Saison schon gewonnen. Wie Rangnick als Sportdirektor und Nagelsmann künftig als Chefcoach zusammenarbeiten, das wird eine der spannendsten Fragen der nächsten Saison sein.

Rangnick kann derartige Spekulationen allerdings überhaupt nicht nachvollziehen. «Weil das nur Leute in den Raum stellen können, die überhaupt nicht verstanden haben, was zumindest bei uns in den letzten knapp sieben Jahren passiert ist», sagte er. «Wir haben nicht irgendjemanden gesucht, der sich möglichst harmonisch einreiht in den Mitarbeiterstab», erklärte Rangnick zur generellen Personalstrategie und meinte: «In aller Regel sind die richtig guten Trainer auch durchaus mal anstrengend und unbequem.»

Für Nagelsmann selbst ist das Duell «nix Großartiges, Besonderes», da man schon zum dritten Mal in dieser Saison aufeinandertreffe. «Ich werde alles dafür tun, dass wir am Montag in Leipzig gewinnen», versprach er. Im DFB-Pokal flog Hoffenheim in Leipzig raus (0:2) und im Liga-Hinspiel setzte es ein 1:2.

Mit einer Niederlage im Montagsspiel (20.30 Uhr/Eurosport 2 und DAZN) hätte die TSG endgültig den Anschluss an den Champions-League-Kandidaten verloren. Nagelsmann will seinen Club, für den er dann insgesamt neun Jahre gearbeitet hat, unbedingt noch ein drittes Mal ins internationale Geschäft führen. Er habe einen klaren Auftrag. Und wenn Leipzig nächste Saison in der Königsklasse spiele, «und ich bin dabei, dann ist das eine schöne Sache». Mit dem Erfolg von Leipzig habe er aber erst zu tun, «wenn ich da antrete».

Um ihren Erfolgscoach im Mai zu verabschieden, werden die TSG-Fans allerdings reisen müssen: Hoffenheim tritt am letzten Spieltag in Mainz an. Nagelsmann sagte kürzlich: «Ein wenig traurig bin ich, dass das letzte Spiel kein Heimspiel ist. Emotional wird es sicher etwas Besonderes. Es werden auf jeden Fall ein paar Tränchen vergossen werden.»

Noch ist der vom DFB ausgezeichnete «Trainer des Jahres 2016» mit voller Leidenschaft bei den Hoffenheimern. Nagelsmanns Abgang und der damit verbundene Umbruch aber bleibt ein ständiges Thema. Sportchef Alexander Rosen hatte angekündigt, dass der Nachfolger diesen Winter präsentiert werden soll. Dafür hat er jetzt noch einen Monat Zeit.

Heißester Kandidat ist weiter der frühere Bundesliga-Profi Marco Rose von RB Salzburg. Nagelsmann nimmt seinen Videoanalysten und Freund Benjamin Glück sowie Teammanager Timmo Hardung mit nach Leipzig. Spieler will er nach eigenen Angaben «aktiv keine abwerben».

Bei RB hat Nagelsmann einen Vierjahresvertrag unterschrieben; der derzeitige Trainer Rangnick wird sich in der neuen Spielzeit ganz auf sein Amt als Sportdirektor konzentrieren. Und die Zusammenarbeit zweier Alphatiere und Fußball-Besessene? «Ralf ist auch ein Grund, warum ich dorthin gehe», sagte Nagelsmann der «Bild». «Wir werden uns sicher auch mal reiben. Dass man sich austauschen kann, ist das, was ich liebe. Nur so entwickelt man sich. Ich freue mich total auf die Zusammenarbeit, sie wird sehr, sehr gut.»

In jedem Verein, so erklärte Rangnick, «auch bei uns, ist der Cheftrainer der absolute Chef. Aber natürlich werden wir das eine oder andere hinter verschlossenen Türen diskutieren.»

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