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MIXTAPE 6 – Als „Alternative“ zu so einer Art Sub-Mainstream wurde…

24.04.2018 - Da erschloss sich plötzlich ein völlig neuer Großmarkt. Das war nicht mehr Indie und Underground, das war plötzlich ein Megaseller.

  •  © Mondbasis Hamburg / Steffen

    © Mondbasis Hamburg / Steffen Gottschling

Meine Wahrnehmung von den Dingen ist immer irgendwie personenbezogen. Ich kann nicht etwas lieben, wenn ich die Leute dahinter nicht mag. Ich bin Musikproduzent geworden, weil sich das einfach so ergab. Da war nie ein großer Plan oder sowas. Ich habe nie wie ein Wahnsinniger geübt, um der beste Gitarrist, Schlagzeuger oder was auch immer zu werden. Mich hat immer nur der Song interessiert, die Komposition, der Text, die Klangästhetik und natürlich die Persönlichkeiten dahinter. Mich interessieren die Menschen und ihre Geschichten.
 

Ich nehme manchmal einzelne Personen innerhalb einer Band irgendwie besonders wahr. Dave Grohl z.B. fiel mir das erste Mal 1991 auf, als ich staunend auf den Fernseher blickte und mir Nirvana bei MTV ihr „Smells Like Teen Spirit“ um die Ohren ballerten. Ich war völlig aus dem Häuschen. Sowas war bis dahin undenkbar im Fernsehen. Damit wurde nicht nur der Grunge populär, sondern der komplette Bereich „Alternative“ wurde zu so einer Art Sub-Mainstream. Da erschloss sich plötzlich ein völlig neuer Großmarkt. Das war nicht mehr Indie und Underground, das war plötzlich ein Megaseller. Ich mag diesen Grohl irgendwie und obwohl ich weder bei Nirvana, noch bei den Foo Fighters musikalisch mein Zuhause fand, sind doch einzelne Songs bei mir definitiv eingeschlagen und natürlich auch auf der Playlist gelandet. Aber dieser erste Alternative-Hit wäre ohne das Drumming von diesem Typen nur halb so geil gewesen.
 
Björk! Bei so einer Aufstellung darf man Björk einfach nicht vergessen. Ebenfalls zu Beginn der 90er schwappten die Sugarcubes aus Island zu uns herüber. Frontfrau Björk hatte bereits ihren eigenartigen Gesangsstil ausgeprägt und die Band feierte auch weltweit schnell Erfolge. Auch hier war es wieder der Musiksender MTV, über den ich auf sie aufmerksam wurde und meine erste Faszination für diese außergewöhnliche Persönlichkeit war da. Nach dem Erfolg ihrer allerersten Solo-Single „Human Behaviour“ hat mich vor allem „Venus as a Boy“ (beide vom Album „Debut“) sofort umgehauen und mittlerweile gehört sie zu den wenigen Künstlern, die in meiner CD-Sammlung mit fast ihrem Gesamtwerk in Serie gegangen sind.
 
Na klar hab ich den Rummel um den Echo mitbekommen aber muss ich mich da jetzt einreihen und meinen Senf auch noch dazu geben, nur weil es zufällig um meine Branche geht? Nein, muss ich nicht! - Playlist! Anhören! Gutfinden! Wiederkommen!

Toma Moon, Inhaber und Geschäftsführer der Mondbasis Hamburg, ist vor allem kreativer Kopf, Produzent, Soundfetischist und Kommunikator. Als detailverliebter Perfektionist und konsequenter Geschmacksverstärker holt er auch das letzte Quäntchen Talent aus seinen Schützlingen heraus und ist als Dozent und Musikproduzent seit vielen Jahren mit Projekten wie der SchoolTour, dem Robert Johnson Guitar Award oder dem Wacken Music Camp in der Nachwuchsförderung engagiert... Mit viel Feingefühl, Geschmackssicherheit und Entscheidungskraft schafft der Musikproduzent, Tonarzt, A&R Manager, Multiinstrumentalist und Business Punk immer wieder großartige Klangbilder, schnell eine angenehme Atmosphäre und gilt als nicht aus der Ruhe zu bringender Problemlöser. Mehr Infos hier: Wikipedia

mondbasis-hamburg.de

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