Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Warten auf die Grammys: Hip-Hop-Künstler dominieren

25.01.2018 - New York gilt als Geburtsstätte des Hip-Hop. Da kommt es wie gerufen, dass die Grammys sich dort nach jahrelanger Pop-Dominanz verstärkt dem Rap zuwenden. Beim großen Gastspiel an der Ostküste wird die Recording Academy genau hinsehen, ob bei der Show alles rund läuft.

  • Jay-Z geht mit acht Nominierungen ins Grammy-Rennen. Foto: Amy Harris/Invision © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Jay-Z geht mit acht Nominierungen ins Grammy-Rennen. Foto: Amy Harris/Invision © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Kendrick Lamar hat Chancen auf sieben Grammys. Foto: Amy Harris/Invision © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kendrick Lamar hat Chancen auf sieben Grammys. Foto: Amy Harris/Invision © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Bruno Mars hat sechs Grammy-Nominierungen. Foto: Matt Sayles/Invision © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bruno Mars hat sechs Grammy-Nominierungen. Foto: Matt Sayles/Invision © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zum ersten Mal seit 2003 bereitet sich New York auf die Grammy-Verleihung und damit die wichtigste Auszeichnung der US-Musikindustrie vor, die Los Angeles seit Jahren fest im Griff hatte.

Der Wechsel an die Ostküste zur 60. Verleihung steht im Zeichen des Hip-Hop: Die Rapper Jay-Z und Kendrick Lamar gehen mit acht beziehungsweise sieben Nominierungen als Favoriten in die Gala im Madison Square Garden am Sonntagabend (Ortszeit, 0130 MEZ am Montag). Singer-Songwriter Bruno Mars («That's What I Like») ist mit sechs Nominierungen ebenfalls stark vertreten.

Im Wettlauf um die begehrten Grammy-Trophäen haben auch Soul-Sängerin SZA und Khalid sowie Childish Gambino und Produzent No I.D. gute Chancen, die sich ganz oder teils im Hiphop-Genre bewegen und die je fünffach nominiert sind. Unter anderem Kendrick Lamar, Bruno Mars, Childish Gambino, Lady Gaga, Elton John, Pink und Rihanna werden bei der Show ans Mikro treten.

Der 48-jährige Familienvater Jay-Z hat bereits 21 Grammys gewonnen, wurde dieses Jahr aber erstmals in der Kategorie für das beste Album nominiert. Mit «The Story of O.J.» tritt er in der Kategorie Aufnahme des Jahres gegen Mars («24K Magic»), Lamar («Humble»), Gambino («Redbone») sowie Luis Fonsi und Daddy Yankee («Despacito») an. Erstmals ist kein weißer Mann in dieser Kategorie nominiert - mit Ausnahme der Verleihung im Jahr 1999, als die teils mit weißen Männern besetzte Alternative-Band Garbage mit im Rennen war und dann Lauryn Hill unterlag.

Mit dem starken Fokus auf Hip-Hop kehrt die Academy dem Pop-Genre nach jahrelanger Dominanz spürbar den Rücken. Sowohl das britische One-Direction-Mitglied Harry Styles als auch sein Landsmann und Singer-Songwriter Ed Sheeran, dem ein mögliches Kopf-an-Kopf-Rennen mit Lamar vorausgesagt wurden, enttäuschten Erwartungen. Popsängerin Taylor Swift ist auch eher schwach vertreten. Die Show wird wie im vergangenen Jahr von Moderator und Comedian James Corden moderiert.

New York erhofft sich von einer der größten Veranstaltungen im US-Entertainment nicht nur einen Image-Schub, sondern wirtschaftliche Vorteile von schätzungsweise 200 Millionen Dollar (141 Mio Euro). In der Metropole seien Salsa, Hip-Hop und amerikanischer Punk geboren, sagte Bürgermeister Bill de Blasio. Auch große Standard-Songs seien in New York geschrieben worden und Künstler von Carole King über Sonny Rollins bis Jay-Z hier zu Legenden geworden. De Blasio hatte kürzlich feierlich ein New Yorker Büro für die Recording Academy eröffnet, deren 13 000 Mitglieder jährlich über die Grammys abstimmen.

Um die glitzernde Grammy-Woche mit allen Randveranstaltungen und Partys auszurichten, muss die Stadt viel Geld in die Hand nehmen. Die Produktion sei derzeit sechs bis acht Millionen Dollar (6,4 Mio Euro) teurer als geplant, berichtete das Wirtschaftsmagazin «Crain's». Die Stadt habe eine Liste von Maßnahmen gehabt, um die Show in New York bezahlbar und praktikabel zu machen, sagte Academy-Präsident Neil Portnow dem Magazin «Variety». «Es hat sich nicht ganz so herausgestellt.» Dem Wechsel von der West- an die Ostküste waren lange Verhandlungen vorausgegangen.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren