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Das Zukunftsmuseum Futurium in Berlin

30.07.2020 - Was kann künstliche Intelligenz? Wie funktioniert die globale Erwärmung? In Berlin schafft das Museum Futurium Verständnis für wichtige Fragen der Zukunft. Dabei geht es auch um die Hauptstadt.

  • «Was beschleunigt deinen Alltag?» - Collage aus Uhren im Futurium. Foto: Jörg Carstensen/dpa/dpa-mag © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    «Was beschleunigt deinen Alltag?» - Collage aus Uhren im Futurium. Foto: Jörg Carstensen/dpa/dpa-mag © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Wohin entwickelt sich die Stadt als Lebens- und Arbeitsraum der Menschen? Darum geht es im Futurium. Foto: Jörg Carstensen/dpa/dpa-mag © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wohin entwickelt sich die Stadt als Lebens- und Arbeitsraum der Menschen? Darum geht es im Futurium. Foto: Jörg Carstensen/dpa/dpa-mag © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Modell einer Stadt aus dem 3D-Drucker - im Futurium geht es viel um die Zukunft von Metropolen wie Berlin. Foto: Gregor Fischer/dpa/dpa-mag © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Modell einer Stadt aus dem 3D-Drucker - im Futurium geht es viel um die Zukunft von Metropolen wie Berlin. Foto: Gregor Fischer/dpa/dpa-mag © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Das Futurium erinnert von der Einrichtung eher schon an die Zukunft. Foto: Jörg Carstensen/dpa/dpa-mag © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Futurium erinnert von der Einrichtung eher schon an die Zukunft. Foto: Jörg Carstensen/dpa/dpa-mag © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Rundgang im Futurium - hier eine Station zum Thema «Neue Wesen erschaffen». Foto: Gregor Fischer/dpa/dpa-mag © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Rundgang im Futurium - hier eine Station zum Thema «Neue Wesen erschaffen». Foto: Gregor Fischer/dpa/dpa-mag © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Das Futurium befasst sich mit der Zukunft - und was diese für die Menschen bereithält. Foto: Gregor Fischer/dpa/dpa-mag © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Futurium befasst sich mit der Zukunft - und was diese für die Menschen bereithält. Foto: Gregor Fischer/dpa/dpa-mag © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Futurium-Bau neben dem Bundesministerium für Forschung und Bildung. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/dpa-mag © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Futurium-Bau neben dem Bundesministerium für Forschung und Bildung. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/dpa-mag © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Roboter «Pepper» erklärt den Besuchern die großen Collagen im Ausstellungsraum. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/dpa-mag © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Roboter «Pepper» erklärt den Besuchern die großen Collagen im Ausstellungsraum. Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/dpa-mag © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Blick in das Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Experimentierforum Futurium. Foto: Jörg Carstensen/dpa/dpa-mag © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Blick in das Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Experimentierforum Futurium. Foto: Jörg Carstensen/dpa/dpa-mag © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

  • Stefan Brandt ist Direktor des Futuriums. Foto: Jörg Carstensen/dpa/dpa-mag © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Stefan Brandt ist Direktor des Futuriums. Foto: Jörg Carstensen/dpa/dpa-mag © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In den Monaten kurz vor der Corona-Pandemie ließ sich der Andrang im neuen Museum Futurium in Berlin gut mitverfolgen.

An den Wochenenden bildeten sich lange Schlangen vor dem scheinbar schwebenden Metallkoloss, der seinen Platz in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof und zum Bundeskanzleramt hat. Das Thema der Dauerausstellung traf offenbar einen Nerv: «Wie wollen wir leben?»

Doch was genau können Touristen in Berlins neuestem Museum lernen, dessen Eintritt noch bis mindestens 2022 kostenlos ist? Und gibt es dort auch etwas über die Zukunft der Hauptstadt zu erfahren?

Eröffnet wurde das Haus im September 2019. Ganz am Anfang war es als Showroom der deutschen Wirtschaft gedacht. Gesellschafter sind neben dem Bund mit rund 80 Prozent mehrere große Forschungseinrichtungen und Industriekonzerne wie BASF und Siemens. Doch das mehrfach überarbeitete Konzept geht am Ende deutlich darüber aus: Das Museum will laut seinem Katalog Verständnis schaffen für die wichtigen Fragen der Zukunft, Diskurs ermöglichen und zum Handeln ermutigen.

Wenn Bäume auf Häusern wachsen

Die Ausstellung ist in die drei großen Bereiche Natur, Mensch und Technik unterteilt. Im Bereich Natur geht es zum Beispiel um die Frage, wie Natur in Städten erhalten werden kann. Nicht nur in Berlin ist aufgrund des starken Zuzugs zu beobachten, dass viele freie Brachen für Wohnraum zubetoniert werden. Das Verschwinden der Natur hat Folgen für das Wohlbefinden des Menschen und die Artenvielfalt.

In der Ausstellung ist etwa das Projekt GraviPlant zu sehen - ein rotierendes Pflanzenversorgungssystem, das es ermöglicht, Bäume auf Häuserfassaden zu pflanzen, wenn auf dem Boden nicht genug Grünfläche vorhanden ist. Die Bepflanzung würde auch verhindern, dass Gebäude sich im Sommer stark aufheizen.

Immer wieder geht es in der Ausstellung um Berlin: Wie lässt sich Verkehr anders organisieren? Wie stellt man sich die partizipative Stadt vor? Welche nachhaltigen Baumaterialien gibt es? All das gibt Anreize, über das Berlin von morgen nachzudenken.

Gedankenexperimente auf Basis der Wissenschaft

Die Ausstellung präsentiert bei wichtigen Fragen Handlungsoptionen - sie gibt aber keine vor. «Wir sagen nirgendwo, wohin die Reise geht», sagt der Direktor des Futuriums, Stefan Brandt. «Wir sagen nur, was es für Straßen gibt, die man beschreiten kann. Weder wissen wir genau, wo diese Straßen enden, noch können wir heute schon sagen, welche Hürden und Hindernisse sich auf diesen Straßen finden werden.»

Für eines hat das Museum jedoch keinen Platz: «Verschwörungstheorien, Aberglaube, Dinge, die sich wissenschaftlich nicht belegen lassen - solchen Theorien räumen wir keinen Spielraum ein», sagt Brandt.

Ein mobiles Futurium

Für die Zukunft des Zukunftsmuseums gibt es bereits einige Pläne: Die Dauerausstellung soll bis zum Jahr 2021 um das Thema Mobilität ergänzt und auch danach fortlaufend aktualisiert werden, langfristig sind außerdem Wechselausstellungen geplant. Zudem soll es ein mobiles Futurium geben, das aus Berlin hinaus in die Fläche geht. Ob der Eintritt über 2022 kostenlos bleibt, steht noch nicht fest. In allzu ferne Zukunft verschieben Touristen den Besuch also besser nicht.

Informationen: Futurium, Alexanderufer 2, 10117 Berlin (Tel.: 030/40 818 97 77, www.futurium.de).

© dpa-infocom, dpa:200729-99-966269/4

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