Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

England feiert seine Jungstars vor Showdown gegen Kroatien

16.11.2018 - Englands Rekordtorschütze Wayne Rooney sagt im Freundschaftsspiel gegen die USA «Goodbye». Doch der Nachwuchs um BVB-Talent Jadon Sancho stiehlt ihm die Show. Jetzt geht der Blick nach Wembley, wo England in der Nations League ein Endspiel gegen Kroatien hat.

  • Jadon Sancho (l) brillierte auch in der englischen Nationalmannschaft. Foto: Mike Egerton/PA Wire © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Jadon Sancho (l) brillierte auch in der englischen Nationalmannschaft. Foto: Mike Egerton/PA Wire © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

England-Trainer Gareth Southgate wirkte fast amüsiert. «Ich bin mir sicher, wer immer sich die Nations League ausgedacht hat, sitzt gerade irgendwo selbstzufrieden in der Schweiz», scherzte er nach dem 3:0 (2:0)-Sieg seines Teams im Freundschaftsspiel gegen die USA.

Weil Kroatien zeitgleich in der Nations League ein 3:2 (0:0) gegen Spanien feierte, kommt es am Sonntag in London zum Endspiel zwischen England und Vize-Weltmeister Kroatien, während Spanien als Zuschauer zittert.

Von Abstieg bis Gruppensieg ist für die Teams, die jetzt beide vier Punkte haben, alles möglich. «Das wird ein ganz besonderes Spiel am Sonntag», meinte Southgate, der vom Ergebnis der Gruppengegner nicht sonderlich überrascht war. «Wir wussten, dass es heute Abend schwer wird für Spanien», sagte der Coach, dessen Mannschaft im Halbfinale der WM an den Kroaten gescheitert war. «Kroatien hat mal wieder seine Widerstandsfähigkeit gezeigt.»

Mit der Partie seiner jungen Truppe gegen die USA war der 48-Jährige zufrieden. «Wir hatten ein wirklich unerfahrenes Team auf dem Platz», sagte Southgate nach dem Sieg gegen die USA, «die haben sich behauptet und viel gelernt, und wir haben einem unserer großartigsten Spieler aller Zeiten Respekt gezollt.» Dem 33-jährigen Wayne Rooney blieb zwar bei seinem letzten Kurzeinsatz für England ein Tor verwehrt, trotzdem wurde der Rekordtorschütze zum Abschied mit Sprechchören gefeiert.

Dass der Rockklassiker «My Generation» von The Who aus den Boxen des Wembley-Stadions ertönte, war symbolisch. Rooneys Auftritt hatte eher Showcharakter. Die Hoffnung liegt längst auf dem Nachwuchs. «Wir haben einen Blick in die Zukunft bekommen», meinte Southgate. Nach Jesse Lingards Führungstreffer erzielten Trent Alexander-Arnold (20) vom FC Liverpool und der zuvor lange verletzte England-Debütant Callum Wilson (26) vom AFC Bournemouth ihre ersten Länderspieltore.

Besonders der erst 18 Jahre alte Jadon Sancho von Borussia Dortmund begeisterte bei seinem ersten Startelfeinsatz Fans und Medien. Sancho habe «mit seinem umwerfenden Talent auf sich aufmerksam gemacht», schwärmte die Zeitung «Guardian» am Freitag. «Hervorragender Jadon Sancho stiehlt Wayne Rooney bei seinem Abschied die Show», titelte die «Times». Der Youngster freute sich und blieb bescheiden: «Mit Wayne Rooney zu spielen, damit ging ein Traum in Erfüllung.»

Dass Sancho am Sonntag wieder in der Startelf steht, ist trotzdem unwahrscheinlich. Für England geht es dann um alles. Ein Erfolg gegen Kroatien bedeutet den Gruppensieg, mit einem Remis bleiben die Three Lions auf Platz zwei, eine Niederlage wäre der Abstieg in die B-Liga. Southgate freut sich auf «ein brillantes Spiel» zum Abschluss des Fußballjahres. «Wir werden Kroatien nicht unterschätzen», versprach der England-Coach. «Sie haben einen großen Schub bekommen.»

Dabei waren die Kroaten im Hinspiel in Spanien mit 0:6 untergegangen. Nach der geglückten Revanche stieg das Selbstbewusstsein. «Wir fahren dahin, um Fußball zu genießen», kündigte der kroatische Coach Zlatko Dalic vor dem Showdown in Wembley an, «wir werden unser Bestes geben und in England gewinnen.»

Die geschlagenen Spanier, mit sechs Punkten immer noch Gruppenerster, sind am Sonntag zum Zuschauen verdammt. Absteigen kann die Furia Roja nicht mehr, muss aber vor dem Fernseher auf ein Remis zwischen den Kontrahenten hoffen, um die Finalrunde zu erreichen. «Mit einem Bein draußen», titelte daher die Sportzeitung «Mundo Deportivo». Die Fachblätter «AS» und «Marca» aus Madrid setzen daher auf göttlichen Beistand: «Jetzt hilft nur noch beten.»

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren