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Promi-Geburtstag vom 25. Juni 2018: Ricky Gervais

25.06.2018 - Er ist einer der witzigsten Komiker, die Großbritannien je hervorgebracht hat, allerdings hat er auch Kritiker. Die Fernsehserie «The Office» hat ihn weithin bekannt gemacht, die bissigen Moderationen von vier Golden-Globes-Galas sind legendär geworden. Heute wird der Entertainer 57 Jahre alt.

  • Ricky Gervais treibt seine Späße bei der Golden-Globes-Verleihung in Berverly Hills (2016). Heute wird er 57. Foto: Hfpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ricky Gervais treibt seine Späße bei der Golden-Globes-Verleihung in Berverly Hills (2016). Heute wird er 57. Foto: Hfpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hat er den Bogen mit seinen fiesen Sprüchen über die Entertainmentbranche und deren Akteure überspannt, als er 2016 die Gastgeberrolle bei den Golden Globes übernahm? Tatsächlich haben 2017 Jimmy Fallon und 2018 Seth Meyers die Gala moderiert.

Doch wer meint, Ricky Gervais sei seitdem weg vom Fenster, irrt.

Der britische Komiker, der heute 57 wird, ist nach wie vor gut im Geschäft. Vergangenes Jahr war er beispielsweise das erste Mal seit sieben Jahren wieder als Stand-up-Comedian auf Welttour. Sein Programm hieß «Humanity», er macht sich darin über die kleinen und größeren Macken seiner Mitmenschen, aber auch sich selbst lustig. Über seine Katze würde er sich weniger aufregen als über seine Zeitgenossen, verriet er seinem US-Kollegen Jimmy Fallon vor kurzem in dessen «Tonight Show».

Inzwischen ist Gervais' fünftes und bisher letztes Bühnenprogramm als Live-Mitschnitt auf Netflix zu sehen. Ein weiteres Special («SuperNature») soll bald folgen. Ansonsten dreht der Brite für den amerikanischen Streaming-Giganten eine neue sechsteilige Serie, «After Life», wie der «Hollywood Reporter» berichtet. Der Spaßmacher tritt bei diesem Projekt - wie so oft - als Produzent, Autor, Regisseur und Darsteller in Mehrfachfunktion auf.

Gervais' Humor gründet zumeist auf Antihelden. Als aufgeblasen-selbstverliebter, in Wirklichkeit aber äußerst durchschnittlicher Büroleiter David Brent in der BBC-Sitcom «The Office» (2001-2003) wurde er bekannt. Er hat das Erfolgsformat erfunden, produziert und später in die ganze Welt verkauft. In Deutschland lief bis 2012 eine Adaption des britischen Originals unter dem Titel «Stromberg» (mit Christoph Maria Herbst in der Hauptrolle) bei ProSieben, 2014 kam «Stromberg - Der Film» in die Kinos.

Sein Folgeprojekt hieß «Extras - Statisten» (2005-2007): Im Mittelpunkt steht dabei Andy Millman (Gervais), der als Komparse bei zahlreichen Filmdrehs mitmacht, ständig in Fettnäpfchen tritt und an den Sets auf Stars wie David Bowie, Kate Winslet oder Ben Stiller trifft, die sich (ironisch überzeichnet) selbst spielen.

Zuletzt glänzte Gervais dann in der bittersüßen Dramedy-Serie «Derek» (2012-2014) um den gleichnamigen Titelhelden, einem gutwilligen Altenpfleger, der aber nur mit mäßiger Intelligenz ausgestattet ist und immer wieder scheitert.

Geboren am 25. Juni 1961 im englischen Reading als jüngstes Kind in eine Arbeiterfamilie hineingeboren, hatte sich der spätere Humor-Profi nach seinem Philosophiestudium in London mit Gelegenheitsjobs über Wasser gehalten, machte Musik und landete 1996 beim Radio. Zwei Jahre später wurde er Mitglied im Team einer Fernseh-Comedy, wiederum zwei Jahre darauf bekam er eine eigene Talkshow - leider ein Flop. Dann sein Durchbruch mit «The Office», ausgestrahlt zunächst im zweiten Programm der BBC, dann auf dem ersten. Nebenbei ging er mit Stand-up-Shows auf Tour und schrieb vier äußerst beliebte Kinderbücher über kleine Monster («Flanimals»).

Auch nach Hollywood hat er es längst geschafft. Gervais ist bisher der erste Brite, der eine Folge der «Simpsons» (2006) schreiben durfte. In Filmen wie «Nachts im Museum» (2007, 2009, 2014) oder «Der Sternwanderer» (2007) übernahm er kleinere Rollen, mit «Wen die Geister lieben» (2008) wurden sie größer. Bei «Lügen macht erfinderisch» (2009) nahm er überdies auf dem Regiestuhl Platz.

Nach der Netflix-Komödie «Special Correspondents» (2016) gemeinsam mit Eric Bana als nervige Radioreporter, einer Radio-Show und einer Game-Show mit Kindern in den USA wird Gervais auch in Animationsfilmen mitwirken (Stimme, Produzent), wie er in seinem Blog ankündigt. «Aber weil Ihr darin mein schönes Gesicht nicht sehen könnt, begeistert Euch das wahrscheinlich nicht besonders, stimmt's?», schreibt er. Wie auch immer, der Entertainer macht fröhlich weiter.

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