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«Knives Out»: Krimispaß mit Daniel Craig und Ana de Armas

08.05.2020 - Ein tolles Ensemble, eine raffinierte Geschichte und ein toter Krimi-Autor: In «Knives Out» werden Erinnerungen an Agatha Christie wach.

  • Jeder ist verdächtig: Privatdetektiv Benoit Blanc (Daniel Craig) und Marta Cabrera (Ana de Armas). Foto: Claire Folger/Leonine/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Jeder ist verdächtig: Privatdetektiv Benoit Blanc (Daniel Craig) und Marta Cabrera (Ana de Armas). Foto: Claire Folger/Leonine/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auf das neue James-Bond-Abenteuer muss man noch einige Monate warten, auf Daniel Craig braucht man aber dagegen nicht zu verzichten.

Allerdings: Auf allzu viel Action - wenn man von einer Verfolgungsjagd, ein bisschen Feuer und bellenden Hunden absieht - sollte man in «Knives Out - Mord ist Familiensache» (jetzt auf DVD/Blu-ray) nicht unbedingt setzen. Der Film hat andere Qualitäten.

Womöglich scheint sich der britische Schauspieler so langsam in ruhigere Gefilde zu verabschieden. Und so darf Daniel Craig in «Knives Out» einfach auch viel herumsitzen, nachdenklich in die Gegend blicken, überraschende Fragen stellen, seine strahlend blauen Augen funkeln lassen und auf Mörderjagd gehen, ohne mit dem Motorrad über Hausdächer jagen zu müssen.

Sein Name ist Blanc, Benoit Blanc. Sein Beruf: erstklassiger Detektiv. Ein Mann für die ganz schwierigen Fälle, ein Mann mit Klasse und Contenance. Und als Hercule-Poirot-Verschnitt könnte er glatt dem Agatha-Christie-Kosmos entsprungen sein. Und auch nicht ganz zufällig beginnt «Knives Out» wie ein ordentlicher Whodunit-Krimi, für die die britische Krimiautorin mit Klassikern wie «Mord im Orientexpress» berühmt wurde.

In dem US-Krimispaß von Star-Wars-Regisseur Rian Johnson («Die letzten Jedi»), der auch das Drehbuch geschrieben hat, geht es um einen toten Bestseller-Autoren (aufgeschlitzte Kehle) und seine obskure Familie, bei der jedes Mitglied ein Motiv gehabt hätte, den Patriarchen ins Jenseits zu schicken. Sie alle hängen von Harlan Thrombey (Christopher Plummer) ab, ohne den die habgierige Bande einfach nicht lebensfähig wäre.

Wer war's also? Aber ganz so einfach gestrickt ist «Knives Out» nun doch nicht. Wähnt man sich gerade noch in einer eher behaglich dahingleitenden Miss-Marple-Geschichte, legt Regisseur Johnson plötzlich einen anderen Gang ein und baut zahlreiche Wendungen und Überraschungen ein. Nichts ist so, wie es scheint - und niemandem ist zu trauen.

«Knives Out» - das ist ein raffiniertes Puzzle, bei dem man nicht wirklich weiß, wie das Bild am Ende aussehen wird. Für die extrem unterhaltsame und messerscharfe Spannung sorgen auch zahlreiche Top-Schauspieler. Welch eine Ensemble: Neben Daniel Craig und Christopher Plummer wirken noch Chris Evans, Jamie Lee Curtis, Toni Collette, Michael Shannon und Don Johnson mit.

Und Ana de Armas, die die grundgütige Krankenpflegerin des Krimi-Autoren spielt, und die im Grunde zur Familie gehört. Wie war ihre Beziehung zu Harlan Thrombey - und führt sie womöglich etwas im Schilde? Viele Fragen mit überraschenden Antworten, denn in «Knives Out» ist jeder verdächtig und jeder zu allem fähig.

Allein das Zusammenspiel von Daniel Craig und Ana de Armas, die wunderbar miteinander harmonieren, macht «Knives Out» zu einem großen Vergnügen. Zurecht waren die beiden für einen Golden Globe nominiert. Und im November gibt es mit ihnen ein Wiedersehen - in dem Bond-Film «Keine Zeit zu sterben».

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