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Promi-Geburtstag vom 20. Dezember 2018: Alan Parsons

20.12.2018 - Als Musiker und kreativer Kopf hinter dem Alan Parsons Project sowie Toningenieur bei den Beatles und Pink Floyd - Alan Parsons ist ein Meister des Sounds. Nun wird er 70.

  • Rund um seinen 70. Geburtstag ist Alan Parsons mit neuen Aufnahmen beschäftigt. Foto: Axel Heimken © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Rund um seinen 70. Geburtstag ist Alan Parsons mit neuen Aufnahmen beschäftigt. Foto: Axel Heimken © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Derzeit trifft man Alan Parsons auch am Wochenende in seinem neuen Aufnahmestudio an. Denn die Aufnahmen für sein neues Album mit dem Titel «The Secret» (dt. Das Geheimnis) sollen noch in diesem Jahr fertig werden.

Dafür hat er bekannte Musiker ins Studio gebeten, darunter die Sänger Lou Gramm von Foreigner und Jason Mraz. Das hat er der Deutschen Presse-Agentur schon am Telefon verraten, auch wenn sonst vieles geheim bleiben soll. Heute feiert Parsons seinen 70. Geburtstag.

Nur soviel: Der frühere Genesis-Gitarrist Steve Hackett habe einen tollen Job gemacht. «Es ist ein klassisches Remake eines bekannten Klassikers, aber ich kann Ihnen nicht sagen was, sonst gebe ich «The Secret» - das Geheimnis - preis.» Außerdem spiele Vinnie Colaiuta Schlagzeug - ein «All-Star-Album», freut sich Parsons.

15 Jahre sind seit seinem letzten Studioalbum «A Valid Path» vergangen, bei dem er mit David Gilmour, dem Gitarristen und Sänger von Pink Floyd, sowie dem Big-Beats-Duo The Crystal Method zusammenarbeitete. In der Zwischenzeit hat er vor allem live gespielt und andere Musiker produziert.

«Ein italienisches Label namens Frontier hat mir zum ersten Mal nach vielen Jahren ein gutes Angebot für ein Album gemacht» und ihm auch zu einem professionellen Aufnahmestudio auf seiner Ranch verholfen. Er wohnt inzwischen mit seiner Familie im kalifornischen Santa Barbara auf einer organischen Avocadofarm.

Parsons wurde in eine Londoner Künstlerfamilie geboren: Die Mutter sang Folk und spielte Harfe, der Vater war Musiker und Schriftsteller. Kein Wunder, dass er einen ähnlichen Weg einschlug, Ende der 60er Jahre in den damals schon legendären Abbey Road Studios anheuerte und als Assistent an den Beatles-Alben «Abbey Road» und «Let It Be» mitarbeitete.

Bekannt wurde Parsons als Toningenieur für die Aufnahmen für Pink Floyds Konzeptalbum «Dark Side Of The Moon» (1973), das mit seinen exquisiten Soundscapes insgesamt 937 Wochen die US-Charts dominierte, sich weltweit mehr als 45 Millionen Mal verkaufte und die Band reich und berühmt machte.

«Sie waren und sind wahrscheinlich immer noch die Meister des Aufnahmestudios», sagte Parsons der dpa. «Das Studio war für sie ein kompositorisches Werkzeug, und sie verlangten den Toningenieuren viel ab, um den Sound zu schaffen, für den sie berühmt wurden.» Pink Floyd verwendete alle verfügbaren Bandmaschinen im gesamten Gebäude an der Abbey Road. Kabel führten über Flure nach unten in andere Kontrollräume, erinnerte sich Alan Parson. «Es war technologisch sehr anspruchsvoll. Eigentlich überrascht es, dass das komplexe «Dark Side Of The Moon» auf nur 16 Tracks aufgenommen wurde!» Es war der beste Job den er jemals hatte, davon ist Parsons überzeugt - «nicht nur für Pink Floyd zu arbeiten, sondern an einem Album beteiligt zu sein, das 50 Jahre später immer noch da ist.»

1975 gründete er The Alan Parsons Project mit Sänger Eric Woolfson und schaffte den weltweiten Durchbruch sieben Jahre später mit dem Titelsong «Eye in the Sky» des gleichnamigen Albums. In Deutschland wurden sie schon früher bekannt, mit dem Eröffnungstrack «Lucifer» auf dem Album «Eve» (1979), den die WDR-Sendung «Monitor» als Titelmelodie einspielte. Das habe er - als Steuerflüchtling - im Wohnzimmer in seinem Apartment in Monaco komponiert, erinnerte sich Parsons. «Wenn ich ein Instrumental schreibe, mache ich mir keine Gedanken über den Kontext. Ich setzte mich einfach hin und spielte Gitarre mit einem Echoeffekt und das kam beim Improvisieren raus.»

1990 trennten sich Woolfson und Parsons, als sie den Erfolg ihres Hit-Albums nicht wiederholen konnten. Parsons versuchte sich an einer Solokarriere und stellte schließlich das Alan Parsons Live Project zusammen, mit dem er immer noch regelmäßig tourt. Doch trotz seiner jahrzehntelangen Karriere als Musiker hatte Parsons nie Gefühl, das sei seine Hauptbeschäftigung. «Ja, ich spiele Gitarre, Keyboards und singe, aber das wahre Talent kommt von den anderen in der Band.»

Im Juni nächsten Jahres wird er in Deutschland touren um sein neues Album zu promoten: «Ich kann mich am besten auf der Bühne ausdrücken. Ich meine, wer würde es nicht genießen, auf einer Bühne zu stehen und Tausende von Leuten applaudieren. Es ist ein wunderbares Gefühl.»

Doch zunächst wird er am 20. Dezember mit etwa hundert Gästen seinen 70. Geburtstag im legendären 1880 Union Hotel in Los Alamos feiern, einer alten Poststation wie aus einem Western, in dem schon Paul McCartney und Michael Jackson Videos drehten.

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