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Glasner dankt Labbadia: Wolfsburg hat «Top-Voraussetzungen»

28.06.2019 - Der VfL Wolfsburg hat seinen neuen Trainer vorgestellt. Oliver Glasner ist am Freitag mit klaren Vorstellungen, aber auch mit einer netten Geste aus Österreich in die Bundesliga gekommen.

  • Nachfolger von Bruno Labbadia beim VfL Wolfsburg: Oliver Glasner. Foto: Peter Steffen © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Nachfolger von Bruno Labbadia beim VfL Wolfsburg: Oliver Glasner. Foto: Peter Steffen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Seinen neuen Job in der Fußball-Bundesliga ging Oliver Glasner in dieser Woche so an, wie es sich für einen Trainer des VfL Wolfsburg gehört.

Der 44-Jährige lud sein Trainerteam in einen VW-Bus und fuhr mit ihnen die rund 700 Kilometer von der alten Heimat in Österreich bis zum neuen Arbeitgeber in der Volkswagen-Stadt. «Meine Familie habe ich nicht mehr reinbekommen», sagte er bei seiner offiziellen Vorstellung in Wolfsburg.

In den vergangenen vier Jahren führte Glasner den Linzer ASK von der zweiten österreichischen Liga bis auf einen Europa-League-Platz. Und genau dort nimmt er nun als Nachfolger von Bruno Labbadia seine Arbeit in Wolfsburg auf. «Ich möchte dem VfL und auch dem vorherigen Trainerteam um Bruno Labbadia noch einmal zu der erfolgreichen vergangenen Saison gratulieren. Es ist für den VfL Wolfsburg eine tolle Sache, wieder international zu spielen», sagte Glasner. «Ich bin mit meinem Trainerteam jetzt der Profiteur.» So höflich hat sich selten ein Trainer in der Bundesliga eingeführt.

Dass sein Weg irgendwann von Österreich in die höchste deutsche Spielklasse führen würde, war schon länger absehbar. Noch im Frühjahr, kurz vor seiner Unterschrift unter einen Dreijahresvertrag beim VfL, sprach er von «mehreren Interessenten» aus der Bundesliga. Der VfB Stuttgart gehörte dazu, angeblich auch der FC Schalke 04. Und als sich Glasner im April für die Wolfsburger entschied, war die Teilnahme an der Europa League noch alles andere als sicher.

Den Ausschlag gaben für ihn andere Dinge. «Es gibt hier beim VfL Top-Voraussetzungen. Die Trainingsbedingungen sind hervorragend. Der Verein ist sehr ambitioniert», sagte der Österreicher. «Mit Jörg Schmadtke (Sport-Geschäftsführer) und Marcel Schäfer (Sportdirektor) habe ich hier zwei Leute an meiner Seite: Der eine ist schon sehr lange in der Bundesliga. Der andere schon sehr lange beim VfL.»

Die sportliche Leitung des VfL und das neue Trainerteam haben offenbar so deckungsgleiche Vorstellungen, dass der Großteil des Wolfsburger Kaders schon vor dem Trainingsauftakt am 30. Juni um 10.00 Uhr steht. Mit Kevin Mbabu (Young Boys Bern), Joao Victor (Linzer ASK), Paulo Otavio (FC Ingolstadt) und Xaver Schlager (Red Bull Salzburg) wurden bereits vier neue Spieler verpflichtet.

Dazukommen sollen maximal noch ein Verteidiger und Medienberichten zufolge auch der Angreifer Maximilian Philipp von Borussia Dortmund. Dass das alles keine Alleingänge von Schmadtke sind, zeigt allein die Tatsache, dass die beiden Brasilianer Joao Victor und Paulo Otavio gute Bekannte von Glasner aus ihrer gemeinsamen Zeit in Linz sind. «Wir haben sehr gute und sehr charakterstarke Spieler dazubekommen», sagte der neue Coach. «Und wir sind sehr glücklich, wie der Kader jetzt schon dasteht, bevor es überhaupt richtig losgeht.»

Ein konkretes Saisonziel haben Glasner und Schmadtke noch nicht formuliert. Und die Befürchtung, dass es einige Zeit dauern könnte, bis das Team die Umstellung von Labbadias Ballbesitz- auf Glasners Umschaltfußball verinnerlicht hat, halten beide auch für übertrieben. «Wir orientieren uns am modernen Fußball», sagte der neue Trainer. «Der wird immer schneller und immer dynamischer. Es ist aber nicht so, dass man Abitur braucht, um meinen Stil zu verstehen.»

Die neue Bundesliga-Saison beginnt für den VfL am 17. oder 18. August mit einem Heimspiel gegen den 1. FC Köln. Das wiederum freut den früheren FC-Manager Schmadtke mehr als den Österreicher Glasner. «Für mich ist es besonders schön, dass wir Köln gleich zum Anfang haben», sagte der Sportchef. «Ich muss allerdings sagen, dass Köln kein klassischer Aufsteiger ist, sondern eine etablierte Mannschaft.»

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