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Erneut Afghane aus Hamburg abgeschoben

05.12.2018 - Hamburg (dpa/lno) - Mit dem jüngsten Sammelflug nach Afghanistan hat auch Hamburg einen mehrfach straffällig gewordenen 26-Jährigen in sein Heimatland abgeschoben. Wie die Ausländerbehörde der Hansestadt am Mittwoch mitteilte, war der Afghane zuletzt rechtskräftig zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Die Abschiebung sei direkt aus der Haft erfolgt. Der vom Bundesinnenministerium organisierte Sammelflug war am Dienstagabend mit 14 Afghanen an Bord von Frankfurt aus gestartet. Die Maschine landete am frühen Mittwochmorgen in Kabul. Es war die 19. Sammelabschiebung seit dem ersten Flug im Dezember 2016.

  • Aus Deutschland abgeschobene afghanische Asylbewerber verlassen nach ihrer Ankunft den Flughafen. Foto: Mohammad Jawad © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Aus Deutschland abgeschobene afghanische Asylbewerber verlassen nach ihrer Ankunft den Flughafen. Foto: Mohammad Jawad © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das rot-grün regierte Hamburg schiebt nur terroristische Gefährder, Straftäter oder sogenannte Identitätstäuscher nach Afghanistan ab. Generell gelte bei diesen Abschiebungen immer die Einzelfallprüfung, hieß es in der Innenbehörde. Insgesamt wurden in diesem Jahr bereits 20 ausreisepflichtige Afghanen aus Hamburg zwangsweise in ihr Heimatland zurückgebracht. Im Juli hatte sich ein 23-Jähriger kurz nach seiner Ankunft in Kabul erhängt.

Die Abschiebungen sind umstritten, weil sich in Afghanistan der Krieg mit den radikalislamischen Taliban und der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ausweitet. In den vergangenen zwei Wochen waren bei zwei großen Anschlägen in Kabul mindestens 70 Menschen getötet worden. Insgesamt wurde die Hauptstadt in diesem Jahr von 21 großen Anschlägen erschüttert. Dabei starben mehr als 500 Menschen, mindestens 999 wurden verletzt.

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