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Flensburgs OB für vorgezogene Wahl des SPD-Landesvorstands

07.05.2018 - Kiel (dpa) - Flensburgs Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) hat nach den Stimmenverlusten ihrer Partei bei den Kommunalwahlen eine inhaltliche und personelle Erneuerung der schleswig-holsteinischen SPD gefordert. Sie plädierte dafür, die für April 2019 geplante Wahl des Landesvorstands vorzuziehen. «Wenn wir uns wirklich glaubhaft erneuern wollen, können wir mit der Wahl des Landesvorstands nicht noch ein Jahr warten», sagte die 41-Jährige am Montag «Spiegel Online».

  • Oberbürgermeisterin von Flensburg Simone Lange (SPD) spricht bei einem Parteitag. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Oberbürgermeisterin von Flensburg Simone Lange (SPD) spricht bei einem Parteitag. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Von der personellen Erneuerung nahm sie auch den Landesvorsitzenden und SPD-Bundesvize Ralf Stegner nicht aus. «Es ist in Ordnung, wenn er sagt, er wolle weitermachen. Aber wir müssen in der ganzen Partei schauen: Gibt es jemanden, der besser geeignet ist?», sagte Lange. Als Gegenkandidatin von Andrea Nahles hatte die Flensburger Oberbürgermeisterin bei der Wahl zum SPD-Bundesvorsitz bundesweit einen Achtungserfolg verbucht.

Lange will sich weiterhin in der SPD einbringen, sieht sich aber nicht als Landesvorsitzende in Schleswig-Holstein. «Wir müssen als Partei entscheiden, wer passt am besten auf welchen Posten. Das ist doch keine One-Man-Show», sagte sie «Spiegel Online».

Unter Stegners Führung war die SPD am Sonntag um 6,5 Punkte auf 23,3 Prozent abgerutscht. Die Sozialdemokraten erzielten damit ihr bisher schlechtestes Ergebnis bei Kommunalwahlen im nördlichsten Bundesland.

Der frühere Landesinnenminister Andreas Breitner, der von 2012 bis 2014 im Amt war, forderte Stegner zum Rücktritt auf. Jeder Monat, den er weiter im Amt bleibe, schade der SPD, sagte Breitner den «Kieler Nachrichten» (Dienstag). «Es wäre der letzte Dienst, den er unserer Partei erweisen kann, wenn er endlich, endlich zurückträte.» Stegner führe die Nord-SPD «wie eine Ich-AG, die einzig und allein seinem Machterhalt» diene. Die SPD könne ihren Sturz aufhalten, wenn sie aufhörte, auf «abgenutzte Köpfe» zu setzen.

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