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Kramp-Karrenbauer sieht Rennen um Merkel-Nachfolge offen

06.12.2018 - Hamburg (dpa) - Einen Tag vor der Entscheidung über die Nachfolge von Angela Merkels an der CDU-Spitze hält die bisherige Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer das Rennen noch für offen. Dies habe sich bereits bei den Regionalkonferenzen abgezeichnet, bei denen sie sich gemeinsam mit ihren Mitbewerbern, dem früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der Basis vorgestellt habe, sagte sie am Donnerstag bei einem Besuch des Altonaer Kinderkrankenhauses (AKK) in Hamburg. Die Delegierten seien offen und würden sich eine eigene Meinung bilden.

  • Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Generalsekretärin und Kandidatin für den Parteivorsitz, lächelt bei ihrem Besuch im Altonaer Kinderkrankenhaus (AKK). Foto: Christian Charisius © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Generalsekretärin und Kandidatin für den Parteivorsitz, lächelt bei ihrem Besuch im Altonaer Kinderkrankenhaus (AKK). Foto: Christian Charisius © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wahlempfehlungen von Parteigranden wie dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther, der sich für sie ausgesprochen hatte, oder dem Bundestagspräsidenten Wolfgang Schäuble, der Merz unterstützt hatte, maß sie keine entscheidende Bedeutung bei. «Die Zeiten, in den man Delegierten über noch so prominente Unterstützung sagen konnte, was sie zu tun haben - entweder auf der einen oder auf der anderen Seite -, die sind auch in der CDU ein Stück weit vorbei.» Insofern sei es «nach dem Parteitag die große Aufgabe, die CDU zusammenzuhalten».

Kramp-Karrenbauer hatte ihren Besuch in Hamburg, wo am Freitag der CDU-Bundesparteitag über die neue Parteispitze entscheiden wird, für eine Visite im Kinderkrankenhaus genutzt. Dabei besuchte sie mehrere Kinder in der Orthopädie und ließ sich von Klinikleitung, Ärzten und Krankenschwestern über die Situation in der medizinischen Versorgung und der Pflege informieren.

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