Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Landtagsanhörung: Pro und Contra zu geplantem Feiertag

24.01.2019 - Thüringer sollen nach dem Willen der Regierungsfraktionen im Landtag am Weltkindertag nicht mehr arbeiten müssen. Für dieses Vorhaben gibt es viele Unterstützer - aber nicht nur.

  • Ein Mädchen hält in einem Getreidefeld einen Blumenstrauß in der Hand und lacht. Foto: Patrick Pleul/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Mädchen hält in einem Getreidefeld einen Blumenstrauß in der Hand und lacht. Foto: Patrick Pleul/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Erfurt (dpa/th) - Elternvertreter befürworten, den Weltkindertag in Thüringen zu einem Feiertag zu machen. Landeselternsprecherin Ulrike Grosse-Röthig hob hervor, dass durch den Feiertag vielen Eltern mehr Zeit für ihre Familien bliebe. «Er erhöht eine Ressource, die Familien nicht in ausreichendem Maße haben», sagte Grosse-Röthig am Donnerstag bei einer Anhörung im Thüringer Landtag.

Ihrer Meinung nach sollte aber auch vor oder nach dem internationalen Kindertag mit Aktionen in Schulen und Kitas auf die Rechte junger Menschen aufmerksam gemacht werden. «Die wenigsten Kinder wissen heutzutage, dass ihnen Rechte zustehen und welche das sind.» Die Thüringer Regierungsfraktionen von Linker, SPD und Grünen wollen den Weltkindertag am 20. September zu einem Feiertag im Freistaat machen, das Parlament muss dem Gesetzentwurf aber noch zustimmen.

Wirtschaftsvertreter indes sehen das Vorhaben kritisch. Die Vizepräsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, Kerstin Schreiber, erklärte im Namen aller drei Thüringer Kammern, durch die Einführung eines weiteren Feiertages im Freistaat würden die Betriebe im Land einseitig belastet. «Die Kosten für einen zusätzlichen Feiertag tragen überwiegend die Unternehmen», sagte sie. «Der einseitigen Belastung der Unternehmen steht jedoch keine Entlastung an anderer Stelle gegenüber.»

Mehrere Betriebe hätten den Kammern gegenüber erklärt, wenn die Politik einen weiteren Feiertag im Freistaat einführe, würden sie ihre Unterstützung etwa von Vereinen oder Kitas mindestens teilweise einstellen sowie Firmenfeiern streichen müssen. Schreiber schlug vor, den Kreis der Beschäftigten einzuschränken, die am Weltkindertag arbeitsfrei bekommen sollen - etwa auf jene, die Kinder im Alter bis zu 16 oder 18 Jahren hätten.

Mehrere Kinderhilfsorganisationen sprachen sich für den neuen Feiertag aus. So begrüßte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen Unicef ausdrücklich die rot-rot-grünen Pläne. Sollte der Kindertag im Freistaat ein Feiertag werden, hätte das nicht nur eine positive Signalwirkung für andere Bundesländer - Unicef würde auch dafür sorgen, dass dieses thüringische Signal international wahrgenommen wird, hieß es. Das Deutsche Kinderhilfswerk äußerte sich ähnlich.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren