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Weißer Ring sieht Trend zur Bewaffnung kritisch

23.06.2018 - Karlsruhe (dpa/lsw) - Die Opferschutzorganisation Weißer Ring rät Bürgern davon ab, sich zu bewaffnen. Man nehme in den Beratungen ein steigendes Bedürfnis nach Waffen zur Selbstverteidigung wahr, sagte der Landesvorsitzende Erwin Hetger. «Wir raten aber davon ab.» Oft würden Täter durch Gegenwehr noch aggressiver und gewalttätiger.

  • Für Schreckschusswaffen wie auch für ein kleines Chlorgas-Spray wird einer kleiner Waffenschein benötigt. Foto: Oliver Killig/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Für Schreckschusswaffen wie auch für ein kleines Chlorgas-Spray wird einer kleiner Waffenschein benötigt. Foto: Oliver Killig/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Wer Waffen mit sich tragen will, braucht in Deutschland einen kleinen Waffenschein - nicht nur für Schreckschusswaffen, sondern auch für ein kleines Chlorgas-Spray. Die Nachfrage nach der Lizenz steigt seit Jahren. In der Bundesrepublik sind aktuell mehr als 587 000 kleine Waffenscheine registriert, das sind mehr als doppelt so viele als noch Ende 2015. Auch im Südwesten hat sich die Zahl der registrierten Scheine in den vergangenen vier Jahren fast verdoppelt, nämlich von rund 40 000 auf mehr als 77 000.

Bei seinen Beratungen setzt der Weiße Ring auf Prävention: «Was kann ich tun, um zu vermeiden, erneut Opfer zu werden?», ist Hetger zufolge die wichtigste Frage. Ein sicheres Auftreten, eine klare Körpersprache und die Wahl eines sicheren Heimwegs seien dabei entscheidend.

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