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Prozess um Misshandlung in Emsbüren beginnt im Februar

26.01.2019 - Osnabrück (dpa/lni) - Eine Mutter und ein Stiefvater, die jahrelang ihren Sohn gequält haben sollen, kommen im Februar vor das Landgericht Osnabrück. Nach Angaben eines Gerichtssprechers ist der erste Verhandlungstag für den 5. Februar geplant.

  • Ein Fotograf vor dem Bild der Justitia. Foto: Friso Gentsch/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Fotograf vor dem Bild der Justitia. Foto: Friso Gentsch/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die 37 Jahre alte Mutter aus dem Emsland soll ihren inzwischen erwachsenen Sohn zwischen 2015 und 2017 im Haus der Familie in Emsbüren gedemütigt und misshandelt haben. Demnach musste sich der Junge nach der Schule ausziehen und durfte zu Hause keine normale Bekleidung tragen, Medienberichten zufolge musste er sich in Müllsäcke hüllen. Auch die Benutzung des Badezimmers soll ihm verboten gewesen sein, teilweise soll er gezwungen worden sein, ohne Bettzeug auf dem Boden zu schlafen. Die Mutter soll den Jungen auch geschlagen, geschubst und in seinem Zimmer eingesperrt haben.

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück wirft der 37-Jährigen unter anderem Misshandlung von Schutzbefohlenen und Freiheitsberaubung vor. Der Stiefvater ist mit angeklagt, weil er nicht eingeschritten sein soll.

Ein Video von den Misshandlungen, das die jüngere Schwester heimlich gedreht hatte, hatte die Ermittlungen ins Rollen gebracht. Sowohl der Sohn als auch die Tochter wurden nach Bekanntwerden der Vorwürfe Anfang 2017 sofort in Obhut des Jugendamtes genommen. Der Sohn nimmt als Nebenkläger an dem Verfahren teil.

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