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Baden-Württemberger befürchten Verödung der Innenstädte

14.01.2021 - Viele Menschen in Baden-Württemberg befürchten eine Verödung der Innenstädte als Folge der Corona-Krise. Das ergab eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag aller Tageszeitungen im Land. 70 Prozent der Bevölkerung befürchten demnach, dass sich die Innenstädte durch Insolvenzen von Geschäften und Restaurants verändern werden. 40 Prozent gehen davon aus, dass sie dauerhaft veröden werden, während 14 Prozent auf eine rasche Wiederbelebung hoffen.

  • Wenige Menschen sind unterwegs. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Wenige Menschen sind unterwegs. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Skeptisch beurteilen die Baden-Württemberger auch die Zukunft der Autoindustrie. Nur 30 Prozent rechnen damit, dass diese Schlüsselbranche auch in den kommenden Jahren wesentlich zu einer erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung im Südwesten beitragen wird. Jeder Zweite erwartet dagegen, dass die Bedeutung der Autobranche für die Wirtschaft des Landes sinken wird.

Ähnlich skeptisch sieht das Bild im Bereich der Digitalisierung aus: 59 Prozent sind der Ansicht, die Industrie im Land hinke dabei hinterher; nur jeder Fünfte sieht sie gut aufgestellt.

Fast jeder vierte Berufstätige hat laut Umfrage durch die Krise Einkommenseinbußen, jeder siebte befürchtet, dass sich die eigene wirtschaftliche Lage in absehbarer Zeit verschlechtern wird.

Große Sorgen bereitet die Arbeitslosigkeit: 17 Prozent der Befragten rechnen in den nächsten Monaten mit einem steilen Anstieg der Quote, 52 Prozent mit einem begrenzten Anstieg. 56 Prozent der Bevölkerung sind überzeugt, dass viele Unternehmen und Selbstständige im Südwesten aufgrund der Corona-Krise ihren Betrieb in absehbarer Zeit aufgeben müssen.

Beim sogenannten BaWü-Check geben die Tageszeitungen im Südwesten bis zur Landtagswahl im März jeden Monat eine Umfrage in Auftrag, um repräsentative Ergebnisse zu Themen wie Bildung, Verkehr und Wirtschaft zu erhalten. An der Aktion nehmen 78 Zeitungstitel aus 45 Verlagen teil. Die aktuelle Umfrage stützt sich auf 1003 repräsentativ geführte Online-Interviews mit Bürgerinnen und Bürgern in Baden-Württemberg ab 18 Jahren vom 11. bis 21. Dezember.

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