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Bericht über mögliche Gefahr am AKW

04.03.2021 - In der jahrelangen Debatte um schadhafte Rohre im Atomkraftwerk Neckarwestheim II bekräftigt ein von der Initiative .ausgestrahlt in Auftrag gegebenes Gutachten die Sicht der Atomkraftgegner. Kraftwerksexperte Dieter Majer komme darin zu dem Schluss, dass anders lautende Gutachten, auf die sich das Umweltministerium stütze, die Sicherheit nicht korrekt nachgewiesen hätten, berichtete der SWR am Donnerstag.

  • Block I (hinten) und Block II des Kernkraftwerks Neckarwestheim. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Block I (hinten) und Block II des Kernkraftwerks Neckarwestheim. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das von den Grünen geführte Ministerium erklärte, das Gutachten trotz mehrmaliger Nachfrage nicht zur Prüfung bekommen zu haben. Daher sehe man keinen neuen Sachstand. «Wie brisant können die angeblich neuen Informationen sein, wenn sie der Behörde, die dem Kernkraftwerk Neckarwestheim die Betriebserlaubnis entziehen könnte, vorenthalten werden?», hieß es in einer in Stuttgart verbreiteten Mitteilung.

Seit 2018 sind schadhafte Dampferzeuger-Heizrohre in dem Kraftwerk im Landkreis Heilbronn bekannt. EnBW hatte unter anderem die Dampferzeuger gereinigt, den Eisenoxideintrag in die Dampferzeuger reduziert und salzartige Verunreinigungen beseitigt.

Auch dem Betreiber EnBW liegt das Gutachten laut einem Sprecher nicht vor. «Alle Dampferzeuger-Heizrohre waren und sind dicht», teilte er mit. Die Ursachen für frühere Schäden seien bekannt.

Das Ministerium verwies auf mehrere unabhängige Sachverständige sowie Untersuchungen der Reaktorsicherheitskommission. Die Anlage könne «auf der Basis des kerntechnischen Regelwerks und des Standes von Wissenschaft und Technik sicher betrieben werden», hieß es.

Die Initiative .ausgestrahlt hingegen forderte, den Reaktor sofort stillzulegen. Block II in Neckarwestheim darf als letzter in Baden-Württemberg noch Strom liefern - bis maximal Ende 2022. Am 11. März jährt sich die Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima zum zehnten Mal. Danach hatte Deutschland den Atomausstieg forciert.

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