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Dalai Lama: Nicht nur beten, sondern für Frieden arbeiten

20.09.2018 - Heidelberg (dpa/lsw) - Der Dalai Lama hat zu einer weltweiten Bewegung gegen Krieg und Gewalt aufgerufen. «Wir müssen jede Anstrengung machen für ein friedliches 21. Jahrhundert», sagte das geistliche Oberhaupt der Tibeter am Donnerstag in Heidelberg. Statt Waffen aufeinander zu richten, müssten die Menschen miteinander in den Dialog treten. Es genüge nicht, für Frieden zu beten, man müsse dafür arbeiten. Die Grundlagen dafür müssten in der Bildung gelegt werden. Der 83-Jährige sprach auf Einladung des Deutsch-Amerikanischen Instituts (DAI) vor rund 1350 Besuchern in der Heidelberger Stadthalle.

  • Dalai Lama, geistiges Oberhaupt der Tibeter, legt vor seiner Rede in der Stadthalle seine Hände zusammen. Foto: Marijan Murat © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Dalai Lama, geistiges Oberhaupt der Tibeter, legt vor seiner Rede in der Stadthalle seine Hände zusammen. Foto: Marijan Murat © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

In Deutschland hatte er zuvor nur noch in Darmstadt Halt gemacht, wo er am Mittwoch mit Friedensnobelpreisträgern ins Gespräch kam. Er selbst erhielt 1989 den Friedensnobelpreis für seinen gewaltlosen Widerstand gegen die chinesische Besetzung seiner Heimat. Seine Europa-Reise beendet er in Zürich.

Der seit 1959 im indischen Exil lebende Dalai Lama spricht sich für eine größere Autonomie Tibets aus - Tibet wird seit 1950 von China beherrscht. Die kommunistische Führung in Peking wirft ihm vor, die Unabhängigkeit Tibets anzustreben und China spalten zu wollen.

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