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IG Metall warnt vor weiteren Sparprogrammen

25.07.2019 - Stuttgart (dpa) - IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger hat vor weiteren Einschnitten in der Industrie im Südwesten gewarnt. «Wer ganze Standorte kaputtspart und Investitions- und Weiterbildungsbudgets zusammenstreicht, wird die Zukunft nicht bewältigen können», sagte er am Donnerstag im Zusammenhang mit einer Kundgebung beim Autozulieferer Mahle in Stuttgart. Eine Umfrage unter 200 Betriebsräten der IG Metall hat ergeben, dass in jedem zweiten Betrieb der Branche, welche die Gewerkschaft vertritt, Einschnitte bevorstehen. Zitzelsberger warnte, die Firmen nutzten teils den Wandel, den Digitalisierung und der Schwenk zur Elektromobilität mit sich bringen, um strukturelle Probleme zu lösen.

  • Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter der IG Metall Baden-Württemberg. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Gewerkschaft und Betriebsrat hatten am Donnerstag (14.00 Uhr) zu einer Kundgebung vor der Zentrale des Autozulieferers Mahle aufgerufen und rechneten mit rund 2000 Teilnehmern. Mahle hatte in diesem Jahr angekündigt, 380 Stellen an den Standorten in Stuttgart zu streichen. Das Werk in Öhringen mit rund 240 Mitarbeitern soll geschlossen werden. Auch andere Zulieferer in Baden-Württemberg hatten bereits Einschnitte angekündigt. Der Autozulieferer Marquardt in Rietheim-Weilheim (Kreis Tuttlingen) hatte die Verlagerung von bis zu 600 Stellen ins Ausland angekündigt. Continental schließt ein Werk in Oppenweiler (Rems-Murr-Kreis).

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