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Jugendlicher verkauft Kinderpornos an 31 Männer im Internet

07.04.2020 - Die Polizei ist einem Jugendlichen aus dem Kreis Waldshut auf die Schliche gekommen, der im großen Stil mit Kinderpornografie gehandelt hat. Es wurden 31 Männer im Alter von 16 Jahren bis 58 Jahren identifiziert, die von ihm Bild- und Filmmaterial gekauft haben, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Sie leben demnach in der gesamten Bundesrepublik, einer in Österreich. Gegen diese Tatverdächtigen leitete die Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen Ermittlungsverfahren ein und gab die Fälle an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden ab. Das Bundeskriminalamt leitete die Erkenntnisse nach Österreich weiter.

  • Das Blaulicht auf einem Fahrzeug der Polizei leuchtet in der Dunkelheit. Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Blaulicht auf einem Fahrzeug der Polizei leuchtet in der Dunkelheit. Foto: Monika Skolimowska/ZB/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Jugendliche hat den Angaben zufolge für die Bilder und Videos virtuelles Geld erhalten. Davon erwarb er Gutscheine, die er gegen Bargeld an neun Jugendliche verkaufte. Daher wurde laut Polizei auch wegen Geldwäsche ermittelt. Drei dieser Jugendlichen sollen auch selbst mit Kinderpornos gehandelt haben. Insgesamt ermittelte die Polizei gegen mehr als 42 Verdächtige.

Der Ausgangspunkt des Verfahrens seien Betrugsermittlungen im Jahr 2018 gewesen. Dem damals 14-Jährigen wurde vorgeworfen, im Internet etwa nicht existente Waren verkauft zu haben. Die Ermittler stießen hierbei auf Beweise, dass er auch mit Kinderpornos handelt. Der Verdächtige soll etwa zwei Mädchen dazu gebracht haben, ihm selbst aufgenommene Bilder und Videos zu schicken. Zudem sei der sexuelle Missbrauch einer 13-Jährigen durch die Ermittlungen gestoppt worden.

Laut Polizei wurde der Fall bereits vor Gericht verhandelt. Der Hauptverdächtigen wurde demnach nach Jugendstrafrecht verurteilt. Er musste eine Geldstrafe zahlen und Schmerzensgeld leisten. Zudem wurden seine Einnahmen aus den Taten sowie sein Handy eingezogen. Gegen die neun anderen Jugendlichen verhängten die Richter erzieherische Maßnahmen.

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