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Mehr Passagiere an den Flughäfen Stuttgart und Karlsruhe

04.07.2019 - Die beiden großen Flughäfen im Land ziehen immer mehr Passagiere an. In Stuttgart will man deshalb im Sommer mehr Personal einsetzen - und einen Engpass lösen: bei den Toiletten.

  • Der Landesflughafen aus einem startenden Verkehrsflugzeug aus gesehen. Foto: Bernd Weissbrod/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Landesflughafen aus einem startenden Verkehrsflugzeug aus gesehen. Foto: Bernd Weissbrod/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Leinfelden-Echterdingen/Rheinmünster (dpa/lsw) - Diskussionen um den Klimawandel zum Trotz: Das Passagieraufkommen an den beiden großen Flughäfen im Land wächst beständig. So sind am Stuttgarter Flughafen 5,8 Millionen Fluggäste zwischen Januar und Juni gestartet oder gelandet. Das sind 9,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Eine «Flugscham» spüre man noch nicht, sagte Geschäftsführerin Arina Freitag am Donnerstag - ebenso wenig wie eine konjunkturelle Abkühlung. Der Flughafen rechnet für das Gesamtjahr mit sehr guten Ergebnissen.

Um dem Ansturm Herr zu werden, will der Flughafen im Sommer mehr Personal einsetzen und vor allem einen Engpass lösen: den der Toiletten. Es gebe derzeit deutlich mehr Herren- als Damentoiletten, deshalb werde an eine Umwidmung gedacht, so Freitag. Denn die Verteilung gehe heute nicht mehr mit dem Reiseverhalten einher.

Der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) zählte im ersten Halbjahr 2019 mehr als 600 000 Passagiere. Das ist ein Zuwachs von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und das bisher beste Halbjahresergebnis in der Geschichte des Baden-Airports mit Sitz in Rheinmünster (Kreis Rastatt). Wegen der Ausweitung des Flugangebotes rechnet Flughafenchef Manfred Jung erstmals mit mehr als 1,3 Millionen Passagieren für das Gesamtjahr. Vor allem die gestiegene Nachfrage nach Berlin-Flügen, aber auch Destinationen in Südosteuropa wie Belgrad, Skopje, Tuzla oder Sibiu sorgten hier für das Besucherplus.

Und noch eine positive Nachricht: Nach dem Chaos im vergangenen Jahr sind am Stuttgarter Flughafen in den ersten sechs Monaten weniger Flüge gestrichen worden als im Vorjahreszeitraum. Von Januar bis Juni waren 860 Starts und Landungen ausgefallen, wie Geschäftsführerin Freitag berichtete. 2018 waren es im gleichen Zeitraum 1215. Der Prozentsatz der annullierten Flüge sank damit von 2,4 Prozent auf 1,5 Prozent. Im ersten Halbjahr zählte der Landesflughafen knapp 55 000 Flugbewegungen.

«Wir sehen, dass jede Airline ihre Hausaufgaben gemacht hat», sagte Freitag. So würden zusätzliche Crews und Flugzeuge vorgehalten. Allerdings gebe es weiterhin zu wenig Fluglotsen. Und gegen Streiks wie etwa zu Jahresbeginn beim Sicherheitspersonal können sich Airlines und Flughafen kaum wappnen. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo hat erst vor Kurzem für diesen Sommer Streiks bei der Lufthansa und ihren Töchtern Eurowings und Germanwings angekündigt.

Darüber hinaus wird weiter gebaut. Wann der Stuttgart-21-Halt am Flughafen kommt, ist zwar weiterhin offen und auch die Eröffnung eines neuen Hotels verzögert sich. Die Verlängerung der U-Bahn läuft aber und neben der Planung weiterer Parkhäuser muss Geschäftsführer Walter Schoefer zufolge der in den 90er Jahren in Betrieb genommene Terminal 1 modernisiert werden. 2020 steht dann die Start- und Landebahn an - mit entsprechenden Auswirkungen.

Vom 23. April an bis 17. Juni wird die Betondecke im östlichen Teil der Landebahn erneuert. In der ersten Phase wird sie von 3345 Meter auf 1965 Meter verkürzt - damit können nur noch Flugziele im Umkreis von 1400 Kilometern angesteuert werden. Dazu gehören etwa Amsterdam, Paris oder London, auf die Kanaren etwa kommt man aber nicht. In der zweiten Phase wird mit einer 2475 Meter langen Strecke der Radius auf 2800 Kilometer erweitert. Flugziele in den USA etwa werden aber auch dann nur mit Zwischenstopp erreicht. Denn für größere Flugzeuge mit einer entsprechenden Reichweite ist die Landebahn dann zu kurz.

Angesichts der Diskussion um den Klimawandel setzt auch der Flughafen Stuttgart auf niedrigere CO2-Emissionen: So soll die neue Gebührenordnung dafür sorgen, dass die Fluggesellschaften leisere und spritsparende Maschinen einsetzen - sie enthält unter anderem Anreize für elektrisches Fliegen und alternative, klimaneutrale Kraftstoffe.

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