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Ministerin verteidigt Verschiebung von «ella»-Startschuss

20.09.2018 - Stuttgart (dpa/lsw) - Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) hat die Entscheidung verteidigt, den Start der problembehafteten Bildungsplattform «ella» im Februar zunächst zu stoppen. Ein Gutachter habe im Anschluss bescheinigt, dass nichts funktioniere und dass es Probleme gebe, die nicht innerhalb von Tagen zu lösen seien, sagte Eisenmann am Donnerstag im Bildungsausschuss des Landtags.

  • Susanne Eisenmann (CDU), Kultusministerin von Baden-Württemberg, aufgenommen bei einem dpa-Interview. Foto: Bernd Weissbrod/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Susanne Eisenmann (CDU), Kultusministerin von Baden-Württemberg, aufgenommen bei einem dpa-Interview. Foto: Bernd Weissbrod/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Vertreter des mit der Umsetzung beauftragten IT-Zweckverbandes Iteos beschrieben die Probleme hingegen als weniger gravierend. Sie beteuerten, das Projekt fortführen zu wollen und dazu auch technisch in der Lage zu sein. Ob das Land die weitere Zusammenarbeit überhaupt will, war zunächst offen. Eisenmann äußerte sich dazu bislang nicht - die Ausschusssitzung dauerte am Donnerstagnachmittag aber noch an.

Der Start von «ella» musste im Februar wegen gravierender technischer Probleme verschoben werden. Für die oppositionelle FDP ist klar, dass die geteilten Verantwortlichkeiten zwischen dem für Digitalisierung zuständigen Innenministerium und dem für Bildung zuständigen Kultusministerium mitursächlich für das Debakel sind. Für «ella» waren bis 2019 insgesamt 28,7 Millionen Euro veranschlagt. Das System soll später einmal von 1,3 Millionen Lehrern und Schülern genutzt werden.

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