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Polizei: Parkplätze in Ausflugsorten voll, aber kein Andrang

17.01.2021 - Am Wochenende haben sich wieder viele Tagestouristen auf den Weg zu den Winterausflugszielen im Südwesten gemacht. Viele Parkplätze waren voll. Die Polizei musste aber kaum Straßen sperren - nur am Feldberg sorgte eine Lawine für Aufregung.

  • Tief verschneite Bäume stehen an den Hängen rund um den Ort Menzenschwand nahe St. Blasien. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Tief verschneite Bäume stehen an den Hängen rund um den Ort Menzenschwand nahe St. Blasien. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Rodeln oder Schneewandern: Der Wintereinbruch im Südwesten hat am Wochenende erneut zahlreiche Ausflügler in den Schwarzwald gezogen. Die Lage war entspannt, nur wenige Parkplätze seien voll gewesen, sagte ein Sprecher der Polizei in Offenburg am Sonntag. Nur zwei Zufahrtsstraßen und die Schwarzwaldhochstraße mussten für kurze Zeit gesperrt werden.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes wurde im Hochschwarzwald am Sonntagmorgen bis zu 120 Zentimeter Schnee gemessen und auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb bis zu 50 Zentimeter. Am Bodensee lagen rund 30 Zentimeter Schnee und am südlichen Oberrhein bis zu 15 Zentimeter. Im Schwarzwald und im Südosten des Landes soll es auch in der Nacht zum Montag noch weiter schneien.

Da es auch in den tiefen Lagen geschneit hat, zog es demnach wohl weniger Menschen in den Schwarzwald. «Kein Vergleich mit Tagen in der Vergangenheit», sagte ein Sprecher der Pforzheimer Polizei. Daher hätten auch keine Maßnahmen ergriffen werden müssen. Auch auf der Schwäbischen Alb blieb es überwiegend ruhig.

In den höher gelegenen Touristenregionen rund um den Königstuhl bei Heidelberg waren die Parkplätze bereits früh am Sonntag ausgelastet. Zahlreiche Falsch- und Wildparker wurden von der Polizei erwischt. Auch auf den Rodelwiesen in der Region sei es voll gewesen, teilte das Polizeipräsidium Mannheim mit. Die meisten Menschen hätten jedoch verständnisvoll auf Hinweise der Beamten zu den geltenden Abstandsregeln reagiert und ihr Verhalten angepasst.

In den Hochschwarzwald zog es hingegen deutlich mehr Tagestouristen und Wintersportlern. Die Parkplätze an den Loipen seien vielerorts voll belegt und die Rodelhänge gut besucht gewesen. Das teilte die Polizei in Freiburg am Sonntag mit. Die Corona-Regeln seien aber weitgehend eingehalten worden, nur einzelne Verstöße seien geahndet worden. Die Mobilität der Ausflügler ist an sonnigen Wintertagen aber ungebrochen. Die Beamten stellten den Angaben nach Kennzeichen aus ganz Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz fest.

Am Feldberg kam es am Sonntag aber zu einem Unglück: Ein Mann wurde von einer Lawine verschüttet. Er konnte sich jedoch selbst befreien und blieb unverletzt. Nach dem Lawinenabgang am Vormittag waren zahlreiche Bergretter im Einsatz, darunter eine Suchdrohne und Hundeführer. Zunächst gab es laut einem Sprecher keine Hinweise auf weitere Verschüttete. Der Feldberg ist mit 1493 Metern der höchste Mittelgebirgsgipfel in Deutschland.

In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder chaotische Szenen an den winterlichen Ausflugszielen im Land gegeben. Im Schwarzwald und auf der Schwäbischen Alb stauten sich die Autos, die Ausflügler drängten sich auf Schlittenhängen und Winterwanderwegen. Daraufhin wurden etwa Straßen und Parkplätze gesperrt. Appelle von Politik und Polizei, überfüllte Gebiete wegen der Corona-Pandemie nicht mehr anzufahren, waren bislang aber meist verhallt.

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