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Prozess um Pflegedienst mit mangelqualifiziertem Personal

02.05.2019 - Stuttgart (dpa/lsw) - Wegen Betrugs von Krankenkassen müssen sich seit Donnerstag ein Mann und sein Sohn vor dem Stuttgarter Landgericht verantworten. Der Vater habe als Betreiber eines ambulanten Pflegedienstes in Sindelfingen Pflegekräfte eingesetzt, die nicht die notwendige Qualifikation oder eine erforderliche Anerkennung von Qualifikationen aus dem Ausland gehabt hätten, erklärte der Staatsanwalt. Damit habe er gegen die gesetzlichen Vorgaben verstoßen. Insgesamt soll sich der Schaden in den angeklagten Fällen auf über 840 000 Euro belaufen.

  • Justitia mit Sonne und Taube. Foto: Arne Dedert/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Justitia mit Sonne und Taube. Foto: Arne Dedert/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Vorwürfe datieren auf dem Zeitraum von April 2011 bis Oktober 2012. Der Vater saß bereits einige Monate in Untersuchungshaft. Außerdem geht es in der Anklage auch darum, dass in fünf Fällen Pflegekräfte aus dem Ausland illegal als Teilnehmer des Bundfreiwilligendienstes angeworben worden sein sollen. Hier sei zu Unrecht 17 000 Euro kassiert worden. Im Vorfeld des Prozesses gab es Gespräche über die Höhe des möglichen Strafmaßes. Beide Angeklagten wollen ein Geständnis ablegen und einen Teil des Schadens wiedergutmachen.

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