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Söder und Kretschmann beraten über Corona-Krise

23.04.2020 - Bayern und Baden-Württemberg wollen in der Corona-Krise gemeinsam vorgehen. Wie das gehen kann, wollen die beiden Regierungschefs der Nachbarländer bei einem persönlichen Treffen besprechen.

  • Winfried Kretschmann (l, Grünen) und Markus Söder (CSU) kommen zu einer Pressekonferenz. Foto: Britta Pedersen/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Winfried Kretschmann (l, Grünen) und Markus Söder (CSU) kommen zu einer Pressekonferenz. Foto: Britta Pedersen/zb/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Regierungschefs von Bayern und Baden-Württemberg, Markus Söder (CSU) und Winfried Kretschmann (Grüne), beraten heute in Ulm über die Corona-Krise. Bei dem Arbeitsessen im Rathaus solle es um die nächsten Schritte gehen, hieß es vom baden-württembergischen Staatsministerium. Im Anschluss wollen sich die Regierungschefs per Liveübertragung im Internet an die Öffentlichkeit wenden.

Söder hatte sich bei seiner Regierungserklärung Anfang der Woche für eine Zusammenarbeit beider Länder ausgesprochen. «Weil wir in Bayern und Baden-Württemberg ganz eng Seite an Seite und eins zu eins gehen, weil wir eine ähnliche Entwicklung haben.»

Kurz nacheinander haben beide Bundesländer in dieser Woche die Einführung einer Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen ab dem kommenden Montag beschlossen. In anderen Bereichen wie Ladenöffnungen wird in Bayern und Baden-Württemberg unterschiedlich verfahren. Die Bayern zeigen sich bisher konservativer und lassen sich mehr Zeit bei den Lockerungen.

Der bayerische Einzelhandel hatte das Vorgehen als große Ungerechtigkeit kritisiert. Die Indusitrie- und Handelskammer (IHK) Schwaben befürchtet, dass es bei der Öffnung der Gastronomie ähnlich ablaufen werde.

Kommende Woche beraten Söder und Kretschmann mit den anderen Regierungschefs und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dann wieder im großen Kreis bei einer Telefonkonferenz über die nächsten Schritte. Söder wurde immer wieder für sein Vorpreschen in der Corona-Krise kritisiert.

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