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Sozialamt-Mitarbeiterin wegen Untreue verurteilt

15.10.2018 - Mannheim (dpa/lsw) - Wegen Veruntreuung von mehr als 83 000 Euro ist eine 62-jährige Mitarbeiterin des Sozialamts in Mannheim am Montag zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht erkannte auf Untreue in einem minderschweren Fall und setzte die Strafe von einem Jahr und zwei Monaten zur Bewährung aus. Der Fall sei nicht mit anderen Betrugsfällen aus der Wirtschaft vergleichbar, begründete dies die Richterin.

  • Auf einem Tisch liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Auf einem Tisch liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Angeklagten kam demnach zu Gute, dass sie ein von ihrem Anwalt verlesenes Geständnis ablegte. Außerdem zahlte die 62-Jährige das veruntreute Geld bereits zurück. Dafür habe sie Auto und Wohnmobil verkauft, ihre Lebensversicherung gekündigt, private Kredite aufgenommen und sei mit ihrem Mann in eine kleinere Wohnung gezogen.

Etwa vier Jahre lang - von Mai 2012 bis April 2016 - buchte die Frau in 439 Fällen zu hohe Beträge auf bewilligte Zahlkarten für Asylbewerber. Diese hatten sich das Geld an einem Zahlautomaten im Amt auszahlen lassen - dann die 62-Jährige aber auf die Unstimmigkeit aufmerksam gemacht. Diese buchte dann den richtigen, niedrigeren Betrag auf eine zweite Karte und steckte die Differenz in bar in die eigene Tasche.

Was mit dem Geld geschehen ist, konnte die Kriminalpolizei während den Ermittlungen jedoch nicht vollkommen aufklären. Die Angeklagte gab an, dass sie einen kleinen Teil des Geldes gespendet habe und auch ihre Schwester finanziell unterstützt habe.

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