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Streckenführung der neuen ICE-Trasse Ulm-Augsburg noch offen

28.02.2019 - Als es um die Planung der ICE-Schnellstrecke München-Nürnberg ging, ging Schwaben leer aus. Nun wollen Politiker verhindern, dass so etwas noch einmal passiert. Deswegen wird über die Route einer neuen ICE-Trasse heftig gestritten.

  • Ein ICE fährt auf einer Bahnstrecke. Foto: Karl-Josef Hildenbrand © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein ICE fährt auf einer Bahnstrecke. Foto: Karl-Josef Hildenbrand © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Augsburg (dpa/lby) - Für die Streckenführung der geplanten ICE-Trasse zwischen Augsburg und Ulm gibt es entgegen der Bedenken mancher Politiker noch keine Festlegung. Dies betonte der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Bayern, Klaus-Dieter Josel, am Donnerstag bei der Auftaktveranstaltung für das voraussichtlich etwa zwei Milliarden Euro teure Projekt in Augsburg.

Manche Politiker lehnen einen Neubau der Trasse ab, weil dies wesentlich schwieriger umzusetzen sei als der Ausbau der bisherigen Linie. Umgekehrt sind die von der Deutschen Bahn (DB) angepeilten höheren Zuggeschwindigkeiten auf der alten Trasse möglicherweise nicht erreichbar.

In den vergangenen Wochen hatte es daher intensive Diskussionen darüber gegeben, ob die neue ICE-Strecke durch einen Ausbau der bisherigen, mehr als 160 Jahre alten Trasse oder durch einen kompletten Neubau an der Autobahn 8 (München-Stuttgart) erreicht werden soll. Auch Bayerns Verkehrsminister Hans Reichhart (CSU) sagte wie Josel, dass insbesondere der Dialog mit den Menschen in der Region wichtig sei. Das Bahnprojekt sei für Schwaben «eminent wichtig», meinte der Minister.

Die rund 85 Kilometer lange ICE-Strecke, Teil einer internationalen Ost-West-Verbindung quer durch Europa, steht als «vordringlicher Bedarf» im Bundesverkehrswegeplan 2030. Viele Politiker in Schwaben bedauern immer noch, dass vor Jahrzehnten die ICE-Schnellstrecke von München nach Nürnberg über Ingolstadt und nicht über Augsburg geplant wurde. Dies dürfe sich nicht wiederholen, heißt es. Durch die ICE-Route durch Oberbayern hat Augsburg einen Teil seiner Fernverbindungen verloren.

Bei der Auftaktveranstaltung zur Strecke Augsburg-Ulm meldeten sich etliche Kommunalpolitiker aus der Region zu Wort und forderten, dass bei dem Bauprojekt der Nah- und Regionalverkehr «nicht abgehängt wird». Es dürfe daher nicht nur nach den Bedürfnissen des Fernverkehrs entschieden werden.

Bei dem Projekt ist deshalb auch das lange geforderte dritte Gleis von Augsburg nach Dinkelscherben im Kreis Augsburg geplant. Dies ist wichtig, weil der ICE-Verkehr hier oftmals Verspätungen bei den von vielen Menschen genutzten Regionalbahnen von und nach München verursacht. Denn die Regionalzüge müssen häufig in Bahnhöfen warten und die folgenden Fernzüge durchlassen, weil es nur ein Gleis in jede Richtung gibt.

Für die neue Strecke will die DB nun in den Dialog mit den Gemeinden treten. Deswegen soll noch in diesem Jahr ein eigenes DB-Projektbüro in Augsburg eröffnet werden.

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