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Prozess nach Supermarkt-Überfall mit Staubsauger begonnen

25.01.2021 - Weil er mit einem Staubsauger bei einem Supermarkt-Überfall etwa 60 000 Euro aus einem Tresor gesaugt haben soll, steht ein Mann nun vor Gericht. Der 30-Jährigen sagte beim Prozessauftakt am Montag am Landgericht Mosbach aus, dass er den Staubsauger mit zum Tatort in Tauberbischofsheim im Main-Tauber-Kreis gebracht habe. Auf die Idee sei ein Komplize gekommen, der damals Leiter des Einkaufsmarktes war. Ursprünglich sei nur ein fingierter Überfall geplant gewesen. (Az.: 1 KLs 24 Js 49/21)

  • Der Angeklagte Constantin B. (2.v.r.) steht im Verhandlungssaal des Landgerichts. Er soll mit drei weiteren Komplizen im Dezember 2019 einen Supermarkt in Tauberbischofsheim überfallen haben. Das Kuriose an der Straftat war den...

    Der Angeklagte Constantin B. (2.v.r.) steht im Verhandlungssaal des Landgerichts. Er soll mit drei weiteren Komplizen im Dezember 2019 einen Supermarkt in Tauberbischofsheim überfallen haben. Das Kuriose an der Straftat war den Behörden zufolge, dass die Täter einen Staubsauger dabei hatten, mit dem das Geld - etwa 57 000 Euro - aus dem Tresor gesaugt worden sei. Foto: Uwe Anspach/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Ein zweiter Komplize habe ebenfalls in dem Supermarkt gearbeitet und sei über das kriminelle Vorhaben informiert gewesen. Ihn und eine Kassiererin hat der Angeklagte nach eigenen Angaben schließlich überfallen. Dann soll er mit einem Sauger ausgerüstet die Tageseinnahmen an sich genommen haben. Ein vierter Täter soll das Fluchtauto gefahren haben. Aus Sicht der Staatsanwaltschaft erfolgte die Ausführung des Überfalls arbeitsteilig, wobei drei Angeklagte am Tatort agiert hätten und der vierte - also der damalige Marktleiter - die Tat geplant habe.

Der 30-Jährige selbst soll der Kassiererin eine Pistole vorgehalten und sie gefesselt haben. Er habe zuvor aber nicht gewusst, dass die Frau im Supermarkt sei, sagte der Mann, dem unter anderem schwerer Raub und vorsätzliche Körperverletzung zur Last gelegt werden. Er soll die Frau mit Kabelbindern so grob gefesselt haben, dass sie Verletzungen davontrug. Für die drei anderen Angeklagten im Alter zwischen 25 und 29 Jahren stehen noch keine Verhandlungstermine fest.

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