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Urteil gegen Soldat im Missbrauchsfall Staufen erwartet

09.12.2019 - Ein Kind wird in Staufen bei Freiburg jahrelang missbraucht und an Männer verkauft. Sieben Täter sowie die Mutter des Opfers werden verurteilt. Einer der Männer - ein Soldat - hat gegen sein Urteil mit Erfolg Revision eingelegt. Das Gericht muss nun neu entscheiden.

  • Ein wegen Kindesmissbrauchs angeklagter Soldat sitzt im Gerichtssaal und versteckt sein Gesicht. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein wegen Kindesmissbrauchs angeklagter Soldat sitzt im Gerichtssaal und versteckt sein Gesicht. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Freiburg (dpa/lsw) - Im Prozess gegen einen Soldaten der Bundeswehr im Fall des jahrelangen sexuellen Missbrauchs eines Kindes in Staufen bei Freiburg will das Freiburger Landgericht heute (13.00 Uhr) das Urteil verkünden. Das Gericht entscheidet nach Angaben eines Sprechers über die Strafhöhe und die Frage, ob Sicherungsverwahrung angeordnet wird. Der Tatvorwurf dagegen sei unstrittig.

Das Gericht hatte den heute 51 Jahre alten Mann im Mai vergangenen Jahres wegen Vergewaltigung und schweren Kindesmissbrauchs zu acht Jahren Gefängnis verurteilt (Az.: 6 KLs 160 Js 33561/17). Auf Sicherungsverwahrung hatte es verzichtet. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob dieses Urteil Anfang Mai dieses Jahres teilweise auf, nachdem der Angeklagte und die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt hatten.

Die Staatsanwaltschaft hat nun acht Jahre Haft und Sicherungsverwahrung gefordert. Der Verteidiger legte sich nicht auf ein Strafmaß fest, lehnt eine Sicherungsverwahrung aber ab.

Der Soldat hat in dem Prozess gestanden, den Jungen 2017 in Staufen zweimal vergewaltigt und dafür Geld gezahlt zu haben. Der Junge war Gerichtsangaben zufolge mehr als zwei Jahre lang im Internet angeboten und Männern gegen Geld für Vergewaltigungen überlassen worden.

Insgesamt waren in dem Fall im vergangenen Jahr sieben Männer sowie die Mutter des Opfers vom Landgericht Freiburg verurteilt worden. Die meisten Urteile sind nach Gerichtsangaben inzwischen rechtskräftig.

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