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Verdienstorden für Gewerkschafterin Manuela Rukavina

22.05.2019 - Bundespräsident Steinmeier ehrt 16 Menschen für ihr Engagement bei der Vermittlung der Werte des Grundgesetzes. Eine der Ausgezeichneten kommt aus Stuttgart.

  • Frank-Walter Steinmeier (l) überreicht Manuela Rukavina den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Foto: Bernd von Jutrczenka © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Frank-Walter Steinmeier (l) überreicht Manuela Rukavina den Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. Foto: Bernd von Jutrczenka © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin/Stuttgart (dpa/lsw) - Für ihr Engagement in der politischen Bildung ist die Stuttgarterin Manuela Rukavina mit dem Verdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ehrte die Vorsitzende des Verdi-Landesbezirksfrauenrates Baden-Württemberg am Mittwoch mit 15 weiteren Ordensträgern bei einer Matinee im Berliner Schloss Bellevue.

Laut Bundespräsidialamt setzt sich Rukavina bereits seit vielen Jahren für die Gleichberechtigung ein und kämpft gegen Frauen- und Altersarmut, für die Verbesserung der Situation geflüchteter Frauen und für eine Gesellschaft ohne Prostitution.

Aus jedem Bundesland kam ein Ausgezeichneter. An ihren Projekten beeindrucke ihn eines, sagte Steinmeier: «Es gelingt dort immer wider, Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen, die sich sonst vielleicht nie getroffen hätten oder aufgrund ihrer Prägungen und Prämissen vielleicht sogar aus dem Weg gegangen wären.» Solche Dialoge wünsche er sich noch viel häufiger in Deutschland.

«Das Grundgesetz macht uns zu freien und gleichberechtigten Menschen, aber wie wir auf dieser Basis als Gesellschaft zusammenleben wollen, das kann nur durch Dialog, durch Erklären und Zuhören, durch Bereitschaft zum Kompromiss ausgelotet werden.» Genau dazu ermutigten und befähigten die Ausgezeichneten die Menschen. Sie stünden «für ein gelebtes Grundgesetz und für die Zukunft unserer Verfassung».

Der Bundespräsident machte deutlich, dass politische Bildung heute Zugeständnisse an den Zeitgeist machen müsse - an veränderte Rahmenbedingungen und veränderte Lebensgewohnheiten. Es gehe um niedrigschwellige Angebote - «wohlgemerkt niedrigschwellig, nicht niveaulos».

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