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Vier-Gänge-Menü für Handballer: Bitter und Co. bereit für EM

05.01.2020 - Die deutschen Handballer genießen ihren gelungen Auftritt im vorletzten EM-Testspiel im Restaurant von Kapitän Gensheimer. Nach dem Sieg gegen Island steht nun die Generalprobe in Wien an. Hoffnung für das Turnier macht vor allem die Leistung der Torhüter.

  • Deutschlands Uwe Gensheimer jubelt über ein Tor. Foto: Uwe Anspach/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Deutschlands Uwe Gensheimer jubelt über ein Tor. Foto: Uwe Anspach/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Mannheim (dpa) - Zur Belohnung für sein starkes Comeback gab es für Johannes Bitter ein exklusives Vier-Gänge-Menü. Kapitän Uwe Gensheimer hatte die deutschen Handballer nach dem 33:25-Erfolg im vorletzten EM-Test gegen Island in sein Restaurant in Mannheim eingeladen, und der 37-jährige Bitter und seine Teamkollegen wurden bestens beköstigt: Feldsalat und Kürbissuppe vorab, dann Pasta wahlweise mit getrockneten Tomaten, Lachsfilet oder sieben Stunden geschmorte Rinderbäckchen sowie Panna cotta als Nachspeise. Dabei dürfte die DHB-Auswahl auch die nötige Kraft für das nun eng getaktete Programm bis zum EM-Start am Donnerstag gegen die Niederlande gesammelt haben.

Schon an diesem Montag (14.40 Uhr/ARD) steht für die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop in Wien die Generalprobe gegen Österreich an. Anschließend geht es weiter nach Trondheim, wo dann wenige Tage später mit einem Sieg gegen die Niederländer die Grundlage für die angepeilte Medaille beim Turnier in Norwegen, Österreich und Schweden gelegt werden soll. Spielen Bitter und sein Torhüter-Kollege Andreas Wolff bei der EM ähnlich auf wie beim Sieg gegen die Isländer, ist das kein unrealistisches Ziel. «Wenn wir diese Torhüterleistung ansatzweise halten können, haben wir ein tolles Fundament für die Europameisterschaft», sagte Prokop.

Bitter hatte sich zuvor präsentiert, als wäre er nie weg gewesen. 2030 Tage nach seinem davor letzten Einsatz im Nationaltrikot brachte der Keeper des TVB Stuttgart die Gäste mit seinen Paraden im zweiten Durchgang zur Verzweiflung. Der Routinier krönte seine Leistung mit zwei abgewehrten Siebenmetern. In Erinnerung blieb ihm aber vor allem ein Moment vor dem Spiel. «Das Schönste war das Einlaufen. Die Nationalhymne hier mit den Jungs Arm in Arm zu singen, ist auf jeden Fall schöner, als sie vor dem Fernseher zu singen», sagte Bitter. «Es ist ein wenig aufregend, jetzt wieder mit dem Adler auf der Brust. Aber im Grunde bleibt es Handball.»

Mit seiner Erfahrung soll Bitter dem von Verletzungssorgen geplagten Team bei der EM helfen. Der Weltmeister von 2007 weiß, wie Turniere funktionieren, und dass auch der Ausfall von gleich sieben Rückraumspielern nichts für ihren Verlauf bedeuten muss. «Ich habe gelernt, dass man mit einer Niederlage nicht aus dem Turnier raus ist. Ich habe aber auch den Weitblick, dass man nach schlechten Leistungen trotzdem was Großes erreichen kann», sagte er der «Bild am Sonntag». Mindestens das Halbfinale will die DHB-Auswahl erreichen. Gegen die Österreicher soll der Feinschliff für das Erreichen dieses Ziels erfolgen.

Was dem Bundestrainer neben seinen starken Torhütern Mut machen dürfte, sind die Leistungen seiner Ergänzungsspieler. Prokop ließ gegen die Isländer seinen kompletten Kader ran, auch junge Spieler wie Timo Kastening oder die Debütanten David Schmidt und Patrick Zieker überzeugten. «Ich bin sehr froh über den Teamgeist und die Spielfreude», sagte Prokop. «Wir haben 17 richtig coole Jungs.» Auch die Defensive um die Abwehrchefs Hendrik Pekeler und Patrick Wiencek stand die meiste Zeit gewohnt sicher. Allerdings hapert es noch im Positionsangriff. Auch, weil Prokop ein Spielmacher von Weltklasse-Format fehlt. Aber ein derart starkes Torhüter-Duo könnte vielleicht auch dieses Defizit kompensieren.

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