Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Wiedereingliederung älterer Häftlinge besonders aufwendig

24.01.2020 - Stuttgart (dpa/lsw) - Um ältere Strafgefangene besser auf die Haftentlassung vorzubereiten, soll ein entsprechendes Modellprojekt nach dem Willen des Justizministeriums langfristig aus Haushaltsmitteln finanziert werden. Die Zahl der älteren Gefangenen steige seit Jahren, sagte Minister Guido Wolf (CDU) am Freitag in Stuttgart. Deshalb sei es wichtig, den Übergang aus der Haft in Pflege und Betreuung zu organisieren. «Für keine Gruppe ist das Entlassungsloch so tief wie für alte Gefangene», sagte Generalstaatsanwalt Achim Brauneisen, der zugleich Sprecher des Netzwerks Straffälligenhilfe im Land ist.

  • Guido Wolf (CDU). Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Guido Wolf (CDU). Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bislang wurden laut Mitteilung rund 80 ältere Gefangene betreut. Das reichte von der Vermittlung einer Wohnung oder eines Platzes im Pflegeheim bis zur Einstufung der Pflegebedürftigkeit. In manchen Fällen habe auch die medizinische Betreuung sichergestellt werden müssen.

Bislang wurde das Projekt durch die Lechler-Stiftung und die Baden-Württemberg Stiftung finanziert. Ende Dezember letzten Jahres waren von den 5491 Strafgefangenen und Sicherungsverwahrten 284 über 60 Jahre alt. Das waren 5,2 Prozent der Gefangenen, teilte Wolf mit. 1993 habe der Anteil noch bei 1,8 Prozent gelegen.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren