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Zehn Jahre Haft für tödlichen Messerangriff auf Nachbarn

13.02.2019 - Ellwangen (dpa/lsw) - Wegen einer tödlichen Messerattacke auf seinen Nachbarn ist am Mittwoch ein 46 Jahre alter Mann vom Landgericht Ellwangen zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren verurteilt worden. Das Gericht folgte damit weitgehend dem Antrag der Verteidigung, die Tat nicht als Mord, sondern als Totschlag einzustufen. Die Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haft wegen Mordes gefordert, weil die Tat mit Heimtücke und aus niederen Beweggründen verübt worden sei.

  • Eine Tafel weist auf das Landgericht hin. Foto: Stefan Puchner/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Tafel weist auf das Landgericht hin. Foto: Stefan Puchner/Archiv © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Zur zehnjährigen Haft kam noch eine einmonatige Gefängnisstrafe wegen Gefährdung des Straßenverkehrs hinzu. Der Täter war laut Angaben des Gerichts stark angetrunken mit einem Auto geflohen, nachdem er seinem 53 Jahre alten Opfer im September 2018 an dessen Arbeitsstelle in Steinheim am Albuch (Kreis Heidenheim) aufgelauert und den Mann mit 15 Messerstichen getötet hatte.

Als Motiv gab der angeklagte Kirgise beim Prozessauftakt am Montag an, sein Nachbar und dessen Vater hätten ihn mehrfach hinter seinem Rücken beleidigt. Zudem hätten sie seine Ehefrau und Tochter beim Umziehen durchs Fenster beobachtet.

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