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«Wir sind Kirche» kritisiert Missbrauchs-Aufarbeitung

05.04.2020 - Die Reformbewegung «Wir sind Kirche» übt massive Kritik an der Missbrauchsaufarbeitung in der katholischen Kirche. «Es ist beschämend, wie immer neue Fälle sexualisierter und auch spiritueller Gewalt gegenüber Kindern, Jugendlichen, Frauen und gar Ordensfrauen an die Öffentlichkeit kommen», sagte «Wir sind Kirche»-Sprecher Christian Weisner der Deutschen Presse-Agentur in München. «In immer neuen Schüben erfahren wir neue schockierende Tatsachen.»

  • Eine Demonstrantin mit Plakat «Keine Vertuschung bei Missbrauchs Schuldigen!». Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Demonstrantin mit Plakat «Keine Vertuschung bei Missbrauchs Schuldigen!». Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hintergrund der Kritik sind neu bekannt gewordene Missbrauchs-Vorwürfe im Zusammenhang mit einem ehemaligen Kinder- und Jugendheim in Baiern bei München. Die Staatsanwaltschaft München II hat in dem Fall Vorermittlungen eingeleitet.

«Nach wie vor scheint es immer noch so zu sein, dass die Kirchen mehr am Schutz der eigenen Institution interessiert sind, als an der Benennung konkreter Täter und Vertuscher sowie an der Aufdeckung der Vertuschungsstrukturen», sagte Weisner. Darum stelle sich die Frage, ob die katholische Kirche in Deutschland überhaupt in der Lage sei, ihre eigene Geschichte aufzuarbeiten - «oder ob es nicht notwendig ist, eine wirklich unabhängige Aufarbeitung durch Externe durchführen zu lassen, wie es in anderen Ländern wie Irland oder Australien geschehen ist».

Die Reformbewegung wurde vor 25 Jahren gegründet. Anlass waren damals Vorwürfe sexualisierter Gewalt gegen den Wiener Erzbischof Kardinal Hans Hermann Groër.

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