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«Visitenkarte Bayerns in der Welt»: 185. Oktoberfest beginnt

22.09.2018 - In München herrscht für zwei Wochen wieder Ausnahmezustand: Seit Samstag ist Wiesn, und Millionen Gäste aus aller Welt reisen zum größten Volksfest der Erde - auch ein Altkanzler ist dabei.

  • Markus Söder (l., CSU) und Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) stossen nach dem Fassanstich mit zwei Masskrügen an. Foto: Peter Kneffel © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Markus Söder (l., CSU) und Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) stossen nach dem Fassanstich mit zwei Masskrügen an. Foto: Peter Kneffel © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

München (dpa) - Beim größten Volksfest der Welt hieß es am Samstag wieder: Ozapft is! Mit zwei Schlägen zapfte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) pünktlich um 12.00 Uhr das erste Fass Bier an und eröffnete damit das 185. Oktoberfest. Erstmals war Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in der Anzapfboxe im Schottenhamel-Zelt dabei - er erhielt traditionsgemäß die erste Maß. Danach bekamen auch die Wiesn-Gäste in den Zelten das erste Bier. Die Maß kostet dieses Jahr bis zu 11,50 Euro.

Während Böllerschüsse den Start verkündeten, stießen Reiter und Söder auf eine friedliche Wiesn an. «Das Oktoberfest ist vielleicht die schönste und größte Visitenkarte Bayerns in der Welt», sagte Söder kurz vor dem Anstich. An Söders Seite zeigte sich seine Frau Karin Baumüller-Söder im blauen Dirndl.

Unter den prominenten Wiesn-Gästen waren auch Altkanzler Gerhard Schröder (SPD), der mit Ehefrau So Yeon Kim und Fernsehkoch Alfons Schuhbeck unterwegs war. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Schlagerstar Florian Silbereisen, Moderatorin Carolin Reiber und mehrere bayerische Politiker verschiedener Parteien und Kabinettsmitglieder waren am ersten Tag mit von der Partie.

Schon Stunden vor dem offiziellen Feststart hatten Hunderte Wiesn-Besucher, fast alle in Dirndl und Lederhose, bei herbstlichem Wetter vor den Einlässen gewartet. «Wir bereuen es jetzt schon», scherzte einer der Frühaufsteher. Der Andrang zum Auftakt sei in diesem Jahr größer, hieß es bei den Wirten. Trotz weniger guter Vorhersagen spielte das Wetter mit. München erwartet insgesamt rund sechs Millionen Besucher.

Das Gelände ist auch dieses Jahr umzäunt, an den Eingängen gibt es stichprobenartige Kontrollen. Für Sicherheit an den 16 Festtagen sollen rund 600 Polizeibeamte sorgen. Es gibt noch mehr Videokameras und zusätzliche Beamte mit Bodycams, am Körper getragene Kameras.

Um Verletzte und Bierleichen kümmert sich zum ersten Mal nach mehr als 130 Jahren nicht das Rote Kreuz, sondern der Sanitätsdienst Aicher Ambulanz. Rund 600 Helfer und 50 Ärzte sind während der Wiesn im Einsatz.

Mehrere neue rasante Fahrgeschäfte locken mit Adrenalin-Kicks. Im Südteil des Festgeländes gibt es wieder die Oide Wiesn. Mit historischen Fahrgeschäften und Blasmusik geht es dort gemütlicher und traditioneller zu als auf dem sonstigen Gelände.

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