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61-Jähriger stirbt durch Messerstiche in Münchner Hostel

23.04.2019 - In einem Münchner Hostel kommt es zum Streit zwischen zwei Gästen. Ein dritter Mann kommt hinzu und will schlichten. Dieser Versuch endet tragisch.

  • Ein Polizeiauto steht vor einem Hostel in der Arnulfstraße. Foto: Sven Hoppe © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Polizeiauto steht vor einem Hostel in der Arnulfstraße. Foto: Sven Hoppe © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

München (dpa/lby) - Bei einem Streit in einem Münchner Hostel ist ein 61 Jahre alter Mann von einem Mitbewohner durch Messerstiche getötet worden. Ein weiterer Mann wurde bei der Auseinandersetzung am Montagabend verletzt und befindet sich in einem kritischen Zustand, wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Der mutmaßliche Täter konnte noch am Tatort festgenommen werden.

Nach den Erkenntnissen der Polizei waren ein 22-jähriger Franzose, der zuletzt im Landkreis Freising wohnte, ein 31-jähriger Berliner und der 61-Jährige aus dem hessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf gemeinsam in einem Zimmer, als es zum Streit kam. «Es ging um Banalitäten, wer im Zimmer wo seine Sachen hinlegen soll», sagte ein Sprecher der Münchner Polizei. Die Auseinandersetzung eskalierte, der 22-Jährige zückte ein Messer und stach auf den 31-Jährigen ein. Als der 61-Jährige zu Hilfe eilte und einschreiten wollte, wurde er ebenfalls von dem Franzosen mit dem Messer attackiert.

Laut Polizei gelang den Verletzten die Flucht aus dem Zimmer, obwohl sie von dem mutmaßlichen Täter verfolgt wurden. In der Lobby brachen die Opfer zusammen. Die beiden Männer wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, wo der 61-Jährige wenig später starb. Der Zustand des 31-Jährigen war am Dienstag weiterhin kritisch.

Der mutmaßliche Täter und der 31-Jährige sind sich nach Angaben der Polizei bereits vor drei Wochen schon einmal in einer Unterkunft begegnet. Das erneute Aufeinandertreffen sei aber Zufall gewesen. Das 61-jährige Opfer war hingegen unbeteiligt und hatte keinerlei Verbindung zu den anderen beiden Männern.

Der 22-Jährige wurde nach seiner Festnahme auf Antrag der Staatsanwaltschaft psychiatrisch untersucht, außerdem wurde Untersuchungshaftbefehl beantragt. Die Polizei ermittelt wegen Mordes.

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